Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/111
Titel: Gerechtigkeit als innerdeutsches Problem : Analyse der Messeigenschaften von Messinstrumenten für Kernvariablen des Lebensbereichs Arbeit und Beruf
Autor(en): Seiler, Ulrich
Schmitt, Manfred
Maes, Jürgen
Erscheinungsdatum: 1998
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 116
Zusammenfassung: Diese Arbeit ist im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Forschungsvorhabens "Gerechtigkeit als innerdeutsches Problem" (GiP) entstanden. Die Fragestellung des Projekts geht von der Annahme aus, dass im wiedervereinigten Deutschland "Ost" und "West" nicht nur geographische und historische Begriffe darstellen, sondern psychologisch bedeutsame soziale Kategorien bilden und somit die Grundlage für soziale Vergleiche aller Art abgeben. Für die innerdeutsche Situation ist auch sieben Jahre nach der Wiedervereinigung ein deutliches Gefälle in der durchschnittlichen Qualität der Lebensbedingungen von West nach Ost kennzeichnend. Für viele Bürger in Ost und West stellt sich die Frage nach der Gerechtigkeit dieser Situation. Aufbauend auf früheren Arbeiten zur relativen Deprivation und relativen Privilegierung wird in GiP längsschnittlich untersucht, welche dispositionellen Einstellungen und Werthaltungen gemeinsam mit welchen spezifischen Ansichten über die innerdeutsche Verteilungssituation zu subjektiven Ungerechtigkeiten führen, und welche Effekte Ungerechtigkeitswahrnehmungen auf Emotionen, Handlungsbereitschaften und Indikatoren der seelischen Gesundheit haben. Der vorliegende Bericht informiert über die Item- und Skalenanalysen der situationsbezogenen Kognitionen, Emotionen und Handlungsbereitschaften für den Lebensbereich "Arbeit und Beruf" berichtet an einer demographisch heterogenen Stichprobe von über 2500 Probanden aus allen Ländern der Bundesrepublik sieben Jahre nach der Wiedervereinigung. Unter situationsbezogenen Kognitionen, Emotionen und Handlungsbereitschaften - auch als Kernvariablen bezeichnet - werden Wahrnehmungen, Urteile, Überzeugungen, Bewertungen, sich daraus ergebende Gefühle und Handlungsbereitschaften mit Bezug auf die gerechtigkeitsthematisch relevante Lage, also den Unterschied zwischen der eigenen Lebenslage und jener der Vergleichsgruppe, verstanden. Näheres zur Konstruktion findet sich bei Schmitt, Maes & Schmal (1995).
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/111
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
PsyDok

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
beri116.pdf376,28 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.