Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/113
Titel: Befunde zur Unterscheidung von immanenter und ultimativer Gerechtigkeit : 3. Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Gerechtigkeit als innerdeutsches Problem" (GiP)
Autor(en): Maes, Jürgen
Schmitt, Manfred
Seiler, Ulrich
Erscheinungsdatum: 1998
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 113
Zusammenfassung: In einer frueheren Studie waren zwei Varianten des Glaubens an eine gerechte Welt unterschieden worden: immanente Gerechtigkeit und ultimative Gerechtigkeit. Nur der Glaube an immanente Gerechtigkeit fuehrte zur Abwertung und Verantwortlichmachung unschuldiger Opfer, waehrend der Glaube an ultimative Gerechtigkeit zu positiven Bewertungen der Opfer fuehrte und zudem positive Korrelationen mit adaptiven Prozessen wie Optimismus und Zuversicht in die eigenen Bewaeltigungsmoeglichkeiten zeigte. Diese Ergebnisse wurden aus einer Fragebogenuntersuchung zur Wahrnehmung von Krebskrankheiten und Krebskranken gewonnen, die Items waren deshalb in bereichsspezifischer Weise formuliert. Ein neuer Gerechte-Welt-Fragebogen wurde im Rahmen des Forschungsprojekts "Gerechtigkeit als innerdeutsches Problem" mit dem Ziel eingesetzt, den allgemeinen Glauben an immanente Gerechtigkeit und den allgemeinen Glauben an ultimative Gerechtigkeit zu erfassen. Auch dabei konnten die beiden Varianten des Gerechte-Welt-Glaubens separiert werden und ausreichend reliable Skalen gewonnen werden. Diese beiden Skalen wurden hinsichtlich ihrer Korrelationsmuster miteinander verglichen. Dabei konnten einige der frueheren Ergebnisse bestaetigt werden, zusaetzlich konnten neue, ueber die alten Befunde hinausgehende Korrelationsmuster aufgezeigt werden. Ein Beispiel sind die differentiellen Korrelationen mit Praeferenzen fuer bestimmte Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit: Nur der Glaube an immanente Gerechtigkeit korreliert mit der Praeferenz des Leistungsprinzips, waehrend ultimative Gerechtigkeit mit einer Bevorzugung des Gleichheitsprinzips und des Beduerfnisprinzips einhergeht. Darueber hinaus werden die differentiellen Korrelationsmuster von immamenter und ultimativer Gerechtigkeit mit Religiositaet, politischem Interesse, politischen Sympathien, Kontrollueberzeugungen, Drakonitaet und Milde, protestantischer Arbeitsethik, dispositioneller Ungerechtigkeitssensibilitaet, Emotionen und hinsichtlich relativer Privilegierung und Unterprivilegierung, Lebenszufriedenheit sowie seelischer Gesundheit beschrieben und interpretiert. Abschliessend werden Alters- und Geschlechtsunterschiede berichtet.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/113
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
PsyDok

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
beri113.pdf397,02 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.