Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/114
Titel: Befunde zur Unterscheidung von immanenter und ultimativer Gerechtigkeit : 2. Ergebnisse aus einer Untersuchung zur Verantwortungsübernahme für den Aufbau an ostdeutschen Hochschulen
Autor(en): Maes, Jürgen
Erscheinungsdatum: 1998
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 112
Zusammenfassung: In einer frueheren Studie des Autors waren zwei Varianten des Glaubens an eine gerechte Welt unterschieden worden: immanente Gerechtigkeit und ultimative Gerechtigkeit. Nur der Glaube an immanente Gerechtigkeit fuehrte zur Abwertung und Verantwortlichmachung unschuldiger Opfer, waehrend der Glaube an ultimative Gerechtigkeit zu positiven Bewertungen der Opfer fuehrte und zudem positive Korrelationen mit adaptiven Prozessen wie Optimismus und Zuversicht in die eigenen Bewaeltigungsmoeglichkeiten zeigte. Diese Ergebnisse wurden aus einer Fragebogenuntersuchung zur Wahrnehmung von Krebskrankheiten und Krebskranken gewonnen, die Items waren deshalb in bereichsspezifischer Weise formuliert. In der aktuellen Untersuchung wird ueberprueft, ob diese Ergebnisse mit einem allgemeinen Gerechte-Welt-Fragebogen repliziert werden koennen. Ein solcher Fragebogen wurde in einer Studie zur Hilfsbereitschaft von westdeutschen Studierenden gegenueber ostdeutschen Studierenden eingesetzt und lieferte reliable Skalen zur Messung der beiden Varianten des Gerechte-Welt-Glaubens. Diese beiden Skalen wurden hinsichtlich ihrer Korrelationsmuster miteinander verglichen. Dabei konnten einige der frueheren Ergebnisse bestaetigt werden: Erneut zeigte sich, dass nur ultimative Gerechtigkeit mit positiven Bewertungen der Benachteiligtengruppe und Hilfsbereitschaft einhergeht, waehrend der Glaube an eine immanente Gerechtigkeit solche Hilfe eher ausschliesst und andere fuer die Behebung der Probleme verantwortlich macht. Zusaetzlich zur Replikation solcher Befunde wurden erstmals die Korrelationsmuster der beiden Varianten mit anderen Variablen wie der Praeferenz fuer Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit, Werten oder Reaktanzneigung untersucht.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/114
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
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