Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1212
Titel: Frühkindliche gewalttätige und sexuelle Traumatisierungen
Autor(en): Heigl-Evers, Annelise
Kruse, Johannes
Erscheinungsdatum: 1991
Zusammenfassung: Sexuelle und gewalttätige Kindesmißhandlungen stellen eine extreme Traumatisierung dar, die das Leben der Kinder noch im Erwachsenenalter prägen kann. Freud (1917) konzeptualisierte die Wirkung dieser extremen Traumatisierungen in seinem Modell der traumatischen Neurose. Diese wird als ein Versuch beschrieben, die Reizüberflutung, die das Trauma kennzeichnet, nachträglich zu meistern. Neuere theoretische Modelle sehen den Zusammenbruch des Ichs im Trauma sowie dessen Auswirkungen auf die Bildung der Selbst- und Objektrepräsentanzen im Zentrum des traumatischen Geschehens. Infolge des Zusammenbruchs des Ichs im Trauma gelingt es dem Traumatisierten nicht, reife Erinnerungsspuren an das Erleben des Traumas zu bilden. Diese unreifen Erinnerungsspuren sind u.a. geprägt durch sehr diffuse, körpernahe Gefühle, die sich der Integration ins Ich entziehen (Conr 1980). In der Perspektive der Objektbeziehungstheorien wird die mangelnde Integration "böser" und "guter" Selbst- und Objektimagines sowie die narzißtische Abhängigkeit des Traumatisierten vom Mißhandler betont. Anhand einer Kasuistik wird die Bedeutung des Prinzips Antwort (Heigl -Evers/Heigl 1979, 1983) für die in der Behandlung von extrem traumatisierten Patienten zu leistende Differenzierungs- und Integrationsarbeit verdeutlicht.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1212
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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