Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1249
Titel: Arbeit mit Scheidungsfamilien -Überlegungen aus der Sicht der Bindungstheorie und kontextuellen Therapie
Autor(en): Suess, Gerhard J.
Erscheinungsdatum: 1990
Zusammenfassung: Die Beziehung eines Kindes zu beiden Eltern in Scheidungsfamilien wird auf dem Hintergrund der Bindungsforschung diskutiert. Empirische Daten betonen die Auswirkungen von Bindungsqualitäten zu beiden Eltern auf die Kindesentwicklung, die aus dem Fehlen oder dem Bereitstehen einer "sicheren Basis" entstehen. Als Konsequenz entwickelt ein Kind internale Arbeitsmodelle von den Bindungspartnern und seinem Selbst, das in zunehmendem Maße während der Vorschuljahre individuell organisiert wird und eine bemerkenswerte Kontinuität während der frühen und der mittleren Kindheit aufweist. Negative Effekte auf die Bindungen und ihre internalen Repräsentationen werden in dem Maße erwartet, in dem bei Scheidung die Bereitstellung dieser sicheren Basis beeinträchtigt wird. In der psychologischen Praxis soll den Eltern geholfen werden, nicht nur ihre Konflikte auszubalancieren, sondern vor allem in der Bereitstellung eine sicheren Basis für ihre Kinder, ohne sie als Verbündete zu mißbrauchen oder in einer pathologischen Form zu parentifizieren. All dies sind wesentliche Merkmale der kontextuellen Therapie, deren Nützlichkeit speziell im Hinblick auf ihr Schlüsselkonzept, dem der "vielgerichteten Parteilichkeit" diskutiert werden soll.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1249
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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