Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1341
Titel: Die Bedeutung des Trauerns für die Annahme der Behinderung eines Kindes
Autor(en): Bölling-Bechinger, Hiltrud
Erscheinungsdatum: 1988
Zusammenfassung: Eltern behinderter Kinder trauern. Sie erleben in der Behinderung ihrer Kinder einen großen Verlust. Wir stoßen auf Formen der gesunden und chronischen Trauerarbeit. Nach meinen Erfahrungen dauert eine normale Trauerarbeit mindestens 2 Jahre. Ob diese je vollständig abgeschlossen werden kann, erscheint unsicher, da im Gegensatz zum Tod eines Menschen ein behindertes Kind täglich an den Verlust erinnert. Dabei sind viele theoretische Fragen noch nicht geklärt. Berichte von Eltern lassen mich vermuten, daß die Fachleute in Behindertenfragen oft selbst nicht ahnen, in welch schwierigen emotionalen Situationen Eltern behinderter Kinder sich befinden. Eltern behinderter Kinder fühlen sich häufig zusätzlich bestraft und versagend, weil sie tief im Trauerprozeß stecken und die Aufträge von Fachleuten nicht ausführen können. Zuhören und abwarten sind in diesen Phasen bessere Hilfen. Allerdings benötigen wir dazu mehr Zeit, mehr Geduld und mehr Wissen. Für Eltern mit chronischen Formen des Trauerns sind m. E. jedoch mehr Bemühungen psychotherapeutischer Art erforderlich, wenn auch diesen und deren gesunden Kindern ein befriedigenderes Leben ermöglicht werden soll.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1341
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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