Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1357
Titel: Die psychische Belastung des Knochenmarkspenders und die Bedeutung begleitender Psychotherapie
Autor(en): Henningsen, Franziska
Erscheinungsdatum: 1980
Zusammenfassung: Vor und ein Jahr nach der Transplantation wurden bei einem 5;10 bzw. 6;10 Jahre alten Madchen die psychischen Einflüsse des Spendens im Zusammenhang mit einer Knochenmarktransplantation untersucht. Es wurden jeweils folgende Verfahren verwendet: Zeichne einen Menschen, Baum-Test, Verzauberte Familie und Sceno-Test. Durch die Operation sowie die Spendersituation wurden im Kind unbewußte Todesängste sowie Vergiftungsphantasien gegenüber der Schwester mobilisiert. Diese konnten durch psychoanalytische Therapie des Kindes sowie intensive Beratungsgesprache der Eltern bearbeitet und überwunden werden, wie die Retests zeigten. Nicht vollständig überwunden hat diese Patientin die lange Trennung von Eltern und Geschwistern, die durch die Krankheit der Schwester notwendig war. In dieser Studie wird meines Erachtens deutlich, daß man Kindern, die keine schwerwiegende neurotische Fehlentwicklung aufweisen, durchaus eine Knochenmarktransplantation zumuten kann. Eine psychotherapeutische Begleitung der Kinder wie auch der Eltern ist aber eine notwendige Voraussetzung. Darüber hinaus wäre zu überlegen, inwieweit man von selten der Kliniken bzw. Krankenkassen mehr Mittel zur Verfugung stellen konnte, um eine menschenwürdige Unterbringung in der Nahe des Hamatologischen Zentrums zu ermöglichen, die das plötzliche Auseinanderbrechen der Familien lindern helfen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1357
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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