Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1371
Titel: Kinder mit Störungen der Immunabwehr in Isoliereinheiten - Übersicht zu psychischen Veränderungen
Autor(en): Neuser, Jürgen
Erscheinungsdatum: 1988
Zusammenfassung: Kinder mit schweren Immunstörungen durch angeborene Immundefekte, schwere aplastische Anämien, Granulozytopenien oder zur Vorbereitung auf eine Knochenmarktransplantation werden in Isoliereinheiten behandelt. Dies ist mit Einschränkungen des Reizangebots und motorischer Aktionsmöglichkeiten, aber auch des sozialen Kontakts, besonders des Hautkontakts, über einen längeren Zeitraum verbunden. Empirische Studien zu den psychischen Belastungen von Kleinkindern und älteren Kindern unter Isolierbehandlungen zeigen, daß bei Kleinkindern nach längerdauernden Isolierbehandlungen mit Störungen der Sprachentwicklung gerechnet werden muß, bei älteren Kindern sind Ängste und depressive Verstimmungen häufig. Psychotische Episoden und langfristig persistierende psychische Störungen wurden bislang aber nicht beschrieben. Die Behandlung in Isoliereinheiten wird zwar durch die festgestellten psychischen Beeinträchtigungen nicht in Frage gestellt, macht aber eine psychologische Betreuung der Kinder erforderlich.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1371
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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