Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1414
Titel: Die Bedeutung der Adoleszenz für die Klinik der Neurosen
Autor(en): Meyer, Joachim-Ernst
Erscheinungsdatum: 1980
Zusammenfassung: Der Einfluß der Adoleszenz auf Entstehung und Verlauf neurotischer Störungen im weitesten Sinne stellt sich nach unserem derzeitigen Wissensstand folgendermaßen dar: Kinderneurotische Symptome verstärken sich nicht im Jugendalter. In diesem Lebensabschnitt kommt es vielmehr entweder zu einem Symptomwandel oder zu einem Verschwinden der Symptome. Dissoziale Verhaltensauffalligkeiten, die zumeist erst kurz vor Beginn der Pubertät manifest werden, verstärken sich im Jugendalter, haben eine starke Tendenz zum Persistieren und gelten daher als gewichtige Prediktoren für die Entwicklung einer soziopathischen Persönlichkeit. Schließlich gibt es Störungen, bei denen sich eine Disposition in Form frühkindlicher Entwicklungsstörungen oft nicht erfassen läßt, die vielmehr ohne Prodrome erstmals im Jugendalter auftreten können. Das gilt insbesondere für die Pubertätsmagersucht, die Entfremdungssyndrome des Jugendalters und für die Dysmorphophobie. Als spontane Reifungskrisen des Jugendalters sind sie durch eine alternative Prognose gekennzeichnet und lassen sich als verfehlte psychische bzw. psychosomatische Bewältigungsversuche der zentralen Aufgaben der Adoleszenzentwicklung interpretieren.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1414
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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