Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1425
Titel: Gruppentherapie mit Kindern und Jugendlichen in Klinik und Heim
Autor(en): Haar, Rüdiger
Erscheinungsdatum: 1980
Zusammenfassung: In dem Aufsatz werden theoretische Muster und praktische Erfahrungen von klinischer Gruppenpsychotherapie mit verschiedenen Altersgruppen beschrieben. Für die 8 bis 12 Jahre alten Kinder wurde eine Spieltherapie mit Elementen von Slavsons "Aktivitäts Interview-Gruppe" angewandt Sie ist durch folgende Faktoren charakterisiert. 1 Es sind möglichst zwei Therapeuten anwesend, die ein "Famihenmodell" darstellen können Sie verstehen sich als Identifikations und Ubertragungsobjekte für die Kinder. 2 Die psychoanalytische Beobachtungs und Schlußfolgerungsmethode ist Grundlage für verbale Interpretationen, die in erster Linie an der Interaktion der Kinder orientiert sind und in zweiter Linie das Befinden und die Verhaltensmuster einzelner Gruppenteilnehmer reflektieren. 3 Durch libido-aktivierendes, d h phantasie-forderndes Material wird eine Auseinandersetzung mit bewußten Gruppennormen, vorbewußten Rollenzuteilungen und unbewußten Phantasien angeregt. 4 Übertragung und Katharsis, Einsicht als Ich-Starkung und Reahtatsprufung sind die Elemente der Psychoanalyse, die therapeutisch wirksam werden. Für die 12 bis 15 Jahre alten und die 15 bis 18 Jahre alten Jugendlichen werden Gesprachsgruppen angeboten, die sich an die im "Gottinger Modell" von Heigl-Evers und Heigl beschriebenen Gruppentherapiemethoden anlehnen. Die Haltung des Therapeuten in der Jugendhchengruppe wird wie folgt charakterisiert: 1 Der Therapeut zeigt engagiert Verständnis und Einfühlung und nimmt gleichzeitig eine diagnostische Einordnung des Gruppengeschehens mit Hilfe der analytischen Beobachtungs- und Schlußbildungsmethode vor. 2 Seine gruppentherapeutische Technik hilft ihm erkannte Ziele zu erreichen, soll aber nicht in formaler Weise zur Norm des therapeutischen Verhaltens erstarren. 3 Der Therapeut ist authentisch, für den Umgang der Gruppenteilnehmer hat er modellhafte Züge. 4. Seine Interventionen sind relativ häufig und Ich-stützend. 5. Er versucht durch Thematisierung der Gruppenvorgange einen Leitfaden für das Gesprach zu geben. 6. Er nimmt auf den hohen Angstpegel und die relative Ich-Schwäche der Jugendlichen Rucksicht und betont und interpretiert den Schutzcharakter von Abwehrmechanismen und Rollenzuteilungen in der Gruppe. 7. Da die Übertragung der Jugendlichen auf den Therapeuten stark und z.T. herausfordernd ist, ist diesem die Beobachtung und Kontrolle von induzierten Gegenübertragungsgefühlen besonders wichtig.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1425
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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