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Titel: Familientherapie -Theoretische Konzeptionen und praktische Wirklichkeit - Ergebnisse einer Umfrage
Autor(en): Gerhardt, Ursula
Erscheinungsdatum: 1981
Zusammenfassung: In dieser Arbeit werden die Ergebnisse einer Befragung (20 Interviews und 60 Fragebogen) hinsichtlich der Indikationsstellung fur Familientherapie, der tatsächlich durchgeführten Familientherapien, der angewendeten Methoden und der Motivation von Therapeuten und Klienten dargestellt. Obwohl Konflikte innerhalb der Familie sowohl eine psychische Störung des einzelnen als auch die interpersonellen Beziehungen weitgehend beeinflussen, ist die Anzahl der Familien, die eine Behandlung aufnehmen, sowohl in lnstitutionalisierten Beratungsstellen als auch in therapeutischen Einrichtungen gering. Wie die Praxis zeigt, ist die Motivation sowohl seitens des Therapeuten als auch der Familie selbst ausschlaggebender für den Beginn einer Behandlung als die Indikationsstellung oder diagnostische und prognostische Überlegungen. Es hängt entscheidend von der Ausbildung des Therapeuten/Beraters ab, welche Methode er in der Familientherapie anwendet. Dabei zeigte es sich, daß sich die Familientherapie noch in einem Zustand des Experimentierens befindet, daß zahlreiche Elemente aus unterschiedlichen therapeutischen Schulen oder gruppendynamischen Techniken in der Behandlung angewendet werden, ohne daß deren Effizienz für diese Art der Behandlung überprüft sind. Es wurde darüber hinaus danach gefragt, welche Kenntnisse und Fähigkeiten Sozialarbeiter, die familienonentiert arbeiten wollen, in der Grundausbildung erwerben sollten. Es bleiben mehrere Fragen offen: 1. Es gibt keine Antwort auf die Frage, was in der Famihentherapie tatsächlich wirksam ist, die Beziehung zwischen Therapeut und Klienten, die angewendete Methode oder lediglich der Wunsch, Veränderungen innerhalb der Familie sehen zu wollen. 2. Die Kombination von Familientherapie, Paartherapie und Einzeltherapie wurde von den meisten Therapeuten und Beratern als die am besten geeignete Form der Behandlung von Familienkonflikten angesehen. 3. Da es keine Übereinstimmung über die bestmögliche und wirksamste Behandlungsform gibt, sind Effizienzkontrollen besonders vordringlich.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1500
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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