Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1555
Titel: Die "Pseudodemenz"
Autor(en): Nowak-Vogl, M.
Erscheinungsdatum: 1982
Zusammenfassung: Da meist das erste Symptom eines cerebralen Abbaus im Kindesalter ein schwerer schulischer Leistungsknick ist, darf er erst nach neurologischer Abklärung als kinderpsychiatrisches Problem oder, nicht glücklich bezeichnet, als "Pseudodemenz" aufgefaßt werden. Er hat zwei Verlaufsformen: a) Das Überforderungssyndrom: Es wird zuerst in seinen sehr vielfaltigen Ursachen besprochen, auf die das Kind häufig mit Regression reagiert, die ihrerseits bei entsprechender Schwere den Ausschluß einer Demenz notwendig machen kann. Abschließend werden der Verlauf und die therapeutischen Konsequenzen angeführt. b) Akuter Leistungszusammenbruch Er besteht dann, daß das erreichte Schulwissen ohne erkennbaren Anlaß in solchem Ausmaß erlischt, daß auch längst beherrschte Kenntnisse völlig untersinken. Wegen der Dramatik des Geschehens wird hier die klinische Untersuchung auf ein cerebrales Geschehen wohl kaum unterbleiben. Beide Formen der Pseudodemenz sind therapiebedürftig, da man nicht unbedingt mit Spontanremissionen rechnen darf und das Abgleiten in eine sekundäre Neurotisierung oder die Flucht in einen Krankheitsgewinn die Chancen einer spateren Lebensbewahrung entscheidend einengen können.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1555
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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