Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1674
Titel: Das präsuizidale Syndrom bei Kindern und Jugendlichen
Autor(en): Löchel, Michael
Erscheinungsdatum: 1984
Zusammenfassung: Aufgrund der Ergebnisse einer im Zeitraum August 1978 bis Januar 1980 in Heidelberg durchgeführten Projektivstudie war es möglich, ein präsuizidales Syndrom bei Kindern und Jugendlichen zu beschreiben. Als Merkmale dieses Syndroms gelten Suizidgedanken in der Anamnese, konkrete Vorstellungen über die Durchführung eines Suizidversuches, dysphorische Verstimmungen und psychosomatische Äquivalente Dieses ließ sich bei 80% der insgesamt 40 Patienten im Alter zwischen 9,1 und 18,5 Jahren nachweisen, die im Anschluß an Suizidversuche mithilfe eines für diese Zwecke entwickelten Explorationsleitfadens befragt worden waren. Vom prasuizidalen Syndrom, wie es E. Ringel für Erwachsene beschrieben hat, unterscheidet sich dieser Symptomenkomplex vor allem durch das Hinzutreten psychosomatischer Störungen. Die Angaben über den Zeitraum, in dem sich das Syndrom entwickelt, schwanken zwischen einem halben und zwei Jahren. Die einzelnen Symptome werden im Falle ihres gemeinsamen Auftretens als Risikoindikatoren hohen Ranges fur eine Suizidgefährdung im Kindes- und Jugendalter verstanden und als depressive Äquivalente gewertet. Eine Reihe von Merkmalen, die bei über der Hälfte der Patienten auftraten, wurden als zusätzliche Warnsignale einer drohenden suizidalen Entwicklung aufgefaßt. Zur Abschätzung des Selbstmordrisikos bei Kindern und Jugendlichen wird ein Screening anhand des Explorationsleitfadens vorgeschlagen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1674
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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