Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1681
Titel: Streßbewältigung bei Verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen
Autor(en): Reinhard, Hans G.
Erscheinungsdatum: 1984
Zusammenfassung: In einer empirischen Untersuchung von 1008 kinder- und jugendpsychiatrischen Patienten erweist sich das Paradigma der Streßbewältigung als sinnvoll für eine Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters. Stressoren als gewichtete Liste von negativ erlebten Belastungssituationen, Abwehr- und Bewaltigungsfaktoren (Daseinstechniken) als variable und Persönlichkeitseigenschaften (Extraversion und Neurotizismus) als überdauernde Faktoren kognitiv-emotionaler Vermittlung zwischen Reizen (Stressoren) und Reaktion (Symptomatik) werden erfaßt und erweisen sich gleichermaßen als bedeutsam. Nicht nur die von Lazarus vertretene Position der transaktionalen Streßtheorie, sondern auch die älteren Auffassungen eines reaktions- und reizzentrierten Streßmodells behalten jedoch einen Teil ihrer Bedeutung. Das zeigt sich in einem typischen Reaktionsmuster auf Streßbelastungen hin - Dissozialität und Aggression - sowie in einer Bestätigung der Auswirkungen von Stressoren, die in Zusammenhang mit stärkeren Störungsgraden stehen. Strategien der Situationsbewältigung müssen analysiert und Kontinuität und Veränderung personspezifischer Eigenschaften müssen beschrieben werden, um Interventionen planen zu können. Prävention und Therapie müssen neben einer Minderung streßhafter Umweltbelastungen vor allem eine Kompetenzerhöhung zur Bewältigung entwicklungsnotwendiger und krisenhaft erlebter Entwicklungsanforderungen anstreben.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1681
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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