Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1729
Titel: Zur Daseinsbewältigung bei Kindern mit Enkopresis
Autor(en): Reinhard, Hans G.
Erscheinungsdatum: 1985
Zusammenfassung: 146 enkopretische Kinder werden mit 105 enuretischen, 55 psychotischen und 371 Kindern mit Hirnfunktionsstörung verglichen. Besonderer Wert wird dabei auf die Erfassung therapierelevanter Personlichkeitsdimensionen (Formen der Daseinsbewaltigung nach Thomae) gelegt. Enkopretische Kinder sind jünger und hinsichtlich sozialer Schicht, Familie und Schule belasteter als andere Patienten. Sie setzen sich jedoch weniger als andere mit dieser Belastung auseinander. Aktiv-emotionale Anpassung und Steuerung gelingen weniger gut, Belastungen und Begrenzungen, aber auch Wunsche nach Expansion sind im Erleben nicht maßgebend. Anpassung und Fehlanpassung werden nicht durch adäquates Coping, durch Flucht, Widerstand und Aggression, sondern apathische Passivität und Situationsakzeptanz ohne eigenen Beitrag zur Problemlosung bestimmt. Die Symptomatik wird als Ausdruck einer schweren Ich-Storung interpretiert, bei der die Differenzierung von Selbst und Objekt nicht gelingt. Familiendynamisch kann die apathische Selbstaufgabe enkopretischer Kinder als Versuch einer Kontrolle intrafamiliärer Aggressivität gewertet werden.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1729
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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