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Titel: Das psychophysiologische Blutdruckvideo : ein neuer Zugang zur individuellen Blutdruck-Reaktivität und zum Selbstmanagement
Autor(en): Fahrenberg, Jochen
Schäfer, Heino
Wild, Margarete
Müller, Jutta
Deynet, Uta
Herrmann, Jörg-Michael
Erscheinungsdatum: 2004
Serie/Report Nr.: Forschungsberichte des Psychologischen Instituts der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau;162
Zusammenfassung: Das Blutdruckvideo ist eine neue psychophysiologische Methode. In einem halb-strukturierten Interview werden Emotionen und Alltagskonflikte aktualisiert. Gleichzeitig wird der Finger-Blutdruck mit dem Port-apres-Gerät registriert. Oszillometrische Messungen am Oberarmliefern Referenzwerte. Die audiovisuelle Aufzeichnung in split-screen Technik zeigt das volle Bild eines Patienten und die Anzeigen des momentanen systolischen und diastolischen Blutdrucks sowie der Herzfrequenz (Schlag-zu-Schlag) wie sie auf dem PC-Monitor durch die Portapres- Software dargestellt werden. Vierzig Patientinnen (Alter 40 bis 66 Jahre) nahmen an einem Messwiederholungs-Plan in drei Gruppen teil. Die Gruppen HYP 1 (N = 21), HYP 2 (N = 9) hatten die Diagnose essentielle Hypertonie. Die Gruppe NORM bestand zum Vergleich aus normotonen Patientinnen (N = 10). Beim ersten Termin nahmen alle Patientinnen an der psychophysiologischen Untersuchung teil. Eine Woche später, wurde den Gruppen HYP 1 und NORM das Blutdruckvideo jener ersten Untersuchung gezeigt. Die Patientinnen waren hochmotiviert, "ihren" Blutdruck zu sehen und waren von den durch die "re-lived emotions" verursachten Blutdruck-Reaktionen beeindruckt. Diese Zusammenhänge wurden gemeinsam psychologisch kommentiert und vertieft. Die Kotrollgruppe HYP 2 sah bei diesem Termin ein anderes Video mit allgemeinen Informationen über die Messung des Blutdrucks und über Risikofaktoren. Beim dritten Termin wurde die psychophysiologische Untersuchung mit allen Patientinnen wiederholt. Beide Blutdruckvideos wurden inhaltsanalytisch nach speziellen Emotionen und Themen ausgewertet und, wie die Blutdruckregistrierung, segmentiert. In den Blutdruckwerten ergab sich keine signifikante Veränderung (Termin- oder Gruppe x Termin Wechselwirkung). Im Katamnesefragebogen sechs Monate später zeigten sich jedoch Gruppenunterschiede, dass Patientinnen, die das Playback der eigenen Blutdruck-Reaktivität gesehen hatten, tendenziell eine höhere Motivation für das Selbstmanagement der Risikofaktoren der Hypertonie ausdrückten.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/176
Enthalten in den Sammlungen:Forschungsberichte des Psychologischen Instituts der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
PsyDok

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