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Titel: Kognitive Funktionsstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit akuten Psychosen und solchen mit Schizophrenierisiko
Autor(en): Bunk, D.
Eggers, Ch.
Erscheinungsdatum: 1987
Zusammenfassung: Die Arbeit geht aus von der ätiologischen Bedeutung perzeptiv-kognitiver Dysfunktionen für psychotische Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters. Es wird der Frage nachgegangen, ob sich drei verschiedene psychiatrische Patientengruppen hinsichtlich der allgemeinen Intelligenz, der visuellen Figur-Hintergrunddifferenzierung und anderer cerebraler Funktionsstörungen unterscheiden. Die abhängigen Variablen wurden mit herkömmlichen Testverfahren gemessen (Wechsler-IQ, Embedded-Figures-Test, Testbatterie kognitiver Operationen, Gottinger Formenreproduktionstest). Die Versuchspersonen (Vpn) waren 9-20 Jahre alt. 4 waren akut psychotisch, 4 waren high-risk-Kinder (schizophrene Mutter), 14 zeigten neurotische Störungen (Kontrollgruppe). Die quantitative und qualitative Analyse der Untersuchungsergebnisse zeigt, daß sich psychotische und high-risk-Kinder in ihrem visuellen Wahrnehmungsstil und den Intelligenztestleistungen von der Kontrollgruppe (neurotische Patienten) unterscheiden. Neben vermehrten Anzeichen leichter cerebraler Dysfunktionen fand sich bei ihnen ein höheres Potential perzeptiv-kognitiver Funktionsstörungen. Ihr Test-Antwortverhalten wird in Begriffen einer Informationsverarbeitungs-Theorie diskutiert und mit Annahmen über ein gestörtes Zusammenspiel cerebraler Subsysteme in Verbindung gebracht. Daraus werden Hypothesen über möglicherweise spezifische Dysregulationen des Problemlöseprozesses abgeleitet. Ausgehend von der Hypothese eines Zusammenhangs zwischen der Lebhaftigkeit des Phantasie- und Assoziationsverhaltens und einer Prädisposition für psychotische Störungen, untersuchten wir die Gesamtstichprobe mit einer durch uns übertragenen und für Kinder adaptierten Form des QMI (Questionnaire upon mental imagery, Sheehan 1967). Hier fanden sich keine systematischen Gruppendifferenzen. Korrelative Zusammenhänge zwischen QMI-Werten, den Phantasieeinschätzungen unabhängiger Rater und kognitiver Variablen wurden nicht beobachtet.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1814
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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