Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1815
Titel: Stotternde Kinder und ihre Familien
Autor(en): Reich, Günter
Erscheinungsdatum: 1987
Zusammenfassung: In Therapien von Familien mit stotternden Kindern wurde ein typisches mehrgenerationales Beziehungsmuster gefunden, das die intrapsychischen Konflikte des Symptomträgers als Introjektion eines realen familiären Konfliktes erscheinen läßt. Dieser Konflikt umfaßt mehrere Momente: eine tyrannische Person in der Großelterngeneration, die ihre Willkürimpulse auslebt, Strafangst, Aggressionsabwehr und Bedrohungsgefühle in der Kernfamilie des Stotterers, die vor allem durch eine masochistische Unterwürfigkeit der Eltern unter den tyrannischen Großelternteil bedingt wird, eine kollektive Sprachstörung in der Familie, in der das Sprechen als aggressiver Akt magisch besetzt ist, Familiengeheimnisse und eine besondere Betonung der Sprache. Das stotternde Kind steht in einem spezifischen Delegationskonflikt: es ist zugleich Träger der Willkürimpulse und der Abwehr in der Familie. Die auslösende Stituation für das Symptom ist ein Realtrauma, durch das sich der bisher latente familiäre Aggressionskonflikt bedrohlich zuspitzt. Die beschriebenen Ergebnisse werden in Beziehung zu den bisherigen psychoanalytischen Befunden gesetzt. Behandlungsmöglichkeiten werden diskutiert.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1815
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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