Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1848
Titel: Schulphobisches Verhalten - Entstehungsbedingungen und Verläufe
Autor(en): Lotzgeselle, Michael
Erscheinungsdatum: 1990
Zusammenfassung: Von 38 Kindern und Jugendlichen (25 Jungen, 13 Mädchen) mit schulphobischem Verhalten werden die Vorgeschichte, Untersuchungsergebnisse sowie die Behandlung und der Verlauf dargestellt und hinsichtlich der Entstehungs- wie der Besserungszusammenhänge analysiert. Bei 24 Schülern (63%) war das schulphobische Verhalten Ausdruck eines behandlungsbedürftigen depressiven Zustands. Bei den 14 Schülern (10 Jungen, 4 Mädchen) ohne depressive Zustände ließen sich folgende Untergruppen bilden: a) Schüler mit ausschlaggebenden Schulproblemen (Leistungs- und/oder Beziehungsprobleme), b) Schüler mit ausschlaggebenden Ambivalenzkonflikten (Ambivalenz zwischen Abhängigkeit und Ablösungsbedürfnissen). Bei diesen Schülern ging dem schulphobischen Verhalten stets ein Wechsel der Unterrichtsgruppe voraus, c) Schüler mit ausschlaggebenden psychosozialen Wechselwirkungen. Als eine besondere Konstellation, die an der Entstehung schulphobischen Verhaltens beteiligt sein kann, werden sowohl für Schüler mit depressiven Zuständen als auch bei der Restgruppe (n = 6) die Reaktivierung ödipaler Konflikte beschrieben. Bei allen Schülern, bei denen es wiederholt zu Zeiten mit schulphobischem Verhalten gekommen war, handelt es sich um depressive Zustände. Führt das Einsetzen des schulphobischen Verhaltens zu einem Wechsel der Klasse oder der Schule (n = 8), kommt es zu verfestigtem Schulvermeiden.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1848
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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