Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1869
Titel: Bewältigung kindlicher Behinderung
Autor(en): Pfeiffer, Eva-Maria
Erscheinungsdatum: 1989
Zusammenfassung: Die Geburt eines behinderten Kindes ist ein nicht-normatives Ereignis, das die Mutter zur individuellen Auseinandersetzung zwingt. Untersucht wurde, ob Mütter, die vor der Geburt ihres behinderten Kindes Kontakte mit Behinderten hatten, Bewältigungsvoraussetzungen erworben haben. Einer Gruppe von zwölf Müttern mit spezifischer Erfahrung wurde, unter Beachtung von Kontrollvariablen, eine Gruppe von zwölf Muttern ohne Erfahrung gegenübergestellt. In einer longitudinalen und querschnittlichen Erhebung über sieben Jahre mit standardisierten Verfahren und einem halbstrukturierten Selbstreport wurden die Veränderungen des Selbstbildes und der Stimmung sowie die Wahl der Daseinstechniken erfaßt. Die Auswertung durch nonparametrische und varianzanalvtische Methoden ergab, daß Frauen, denen Erfahrungsdaten vor dem Eintritt des kritischen Lebensereignisses zur Verfügung standen, die neue Erfahrung des Selbstbetroffenseins mit geringen und zeitlich begrenzten Einschränkungen ihrer Identität verarbeiteten. Die Sozialentwicklung ihrer Kinder verlief signifikant günstiger. Bei Frauen ohne Vorerfahrung kam es nicht zu pathologischen Reaktionen, doch sank bei ihnen das Vertrauen in eigene Möglichkeiten, die Stimmungslage tendierte zu einer ängstlichen, depressiven Grundstimmung, das Kontakterleben engte sich ein. Für die Bewältigung dieses nicht-normativen Lebensereignisses ist Lernen durch konkrete Erfahrung der Information überlegen, wobei die spezifischen Erfahrungen und nicht die Neuheit der Situation aktivierend wirken.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1869
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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