Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/189
Titel: Das Informationsdilemma : Theorie und empirische Umsetzung
Autor(en): Ernst, Andreas M.
Franz, Volker
Kneser, Cornelia
Erscheinungsdatum: 1996
Serie/Report Nr.: Forschungsberichte des Psychologischen Instituts der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau;125
Zusammenfassung: Dieser Forschungsbericht stellt den aktuellen Stand der Arbeiten zum "Informationsdilemma" dar, die als eine Teilkomponente des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes "Die Bewertung von Umweltgefährdungen durch den Einzelnen: Informationsrezeption, -suche, -verbreitung" (Aktenzeichen Sp 251/10-1; Projektnehmer Hans Spada, Andreas Ernst, Peter Reimann; innerhalb des Schwerpunktprogrammes "Mensch und globale Umweltveränderungen") entstanden. Beim Informationsdilemma handelt es sich um ein (erstmals in diesem Projekt in dieser Form beschriebenes) Phänomen im Zusammenhang mit dem Umgang von Menschen mit Betrug und Täuschung durch andere. Eine besondere Rolle kommt dem Dilemma bei der Nutzung natürlicher Ressourcen zu: Es kann entstehen, wenn es den Nutzern überlassen bleibt, die Angaben über die Intensität der Ressourcennutzung selbst mitzuteilen. Ein Beispiel aus der Politik und eine Einführung in die Struktur des Dilemmas werden im Abschnitt 2 gegeben. Abschnitt 3 vertieft die formale Analyse des Dilemmas und legt die Randbedingungen für seine empirische Untersuchung fest. Schließlich werden Vorgehen und Ergebnisse einer Papierund-Bleistift-Erhebung (Abschnitt 2) sowie das computerisierte experimentelle Konfliktspiel INDIGA (information dilemma game; Abschnitt 5) geschildert. In den noch ausstehenden sechs Monaten des Projekts sollen die Ergebnisse der mathematischen Analyse zum Informationsdilemma in einer englischsprachigen Zeitschrift publiziert werden. Erhebung und Auswertung der ersten Untersuchung sollen beendet und dokumentiert werden. Eine darauf aufbauende Erhebung wird das Informationsdilemma neben den beschriebenen Situationen auch in Kontexten beinhalten, in welchen der sozialpsychologische Aspekt der Täuschung keine Rolle spielt. Daneben soll geprüft werden, inwiefern die Erfassung anderer, zusätzlicher personaler Variablen wie der Risikoaversion eine weitere Aufklärung von Varianz des Verhaltens im Informationsdilemma ermöglicht. In der verbleibenden Zeit dieses Projekts soll INDIGA das Paradigma sein, mit dem der Mehr-Runden-Fall des verschränkten Ressourcen-Informations-Dilemmas untersucht wird. Bis Jahresende sind letzte Vorbereitungen, die Erhebung, Auswertung sowie die Dokumentation vorgesehen. Die Arbeiten zu Information in Ressourcendilemmata sollen ihre direkte Fortsetzung in einem beantragten interdisziplinären Projekt finden, an welchem neben der Psychologie (Ernst, Freiburg) auch die Ökonomie (Mohr, St. Gallen) sowie die Ethnologie (Seitz, Freiburg) beteiligt sind.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/189
Enthalten in den Sammlungen:Forschungsberichte des Psychologischen Instituts der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
PsyDok

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