Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/198
Titel: Über den Zusammenhang impliziter und expliziter Dispositionsmaße: Fungieren Selbstkenntnis und Aufrichtigkeit als Konsistenzmoderatoren?
Sonstige Titel: On implicit-explicit consistency: The role of self-knowledge and adjustment.
Autor(en): Hofmann, Wilhelm
Erscheinungsdatum: 2003
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang impliziter und expliziter Dispositionsmaße. Über viele Studien hinweg, die in dieser Arbeit meta-analytisch zusammengefasst wurden, findet sich im Schnitt nur ein geringer Durchschnittswert sowie eine große Streuung der empirischen Korrelationen. Zunächst werden theoretische und methodische Erklärungen für dieses Befundmuster systematisiert. Eine häufig genannte Erklärung lautet, dass der implizit-explizit-Zusammenhang von der Selbstkenntnis und der Aufrichtigkeit der Versuchspersonen abhänge. Diese Moderator-hypothesen wurden vor den Hintergrund eines Zwei-Stufen-Modells am Beispiel sozialer Einstellungen überprüft. Zur Messung der impliziten Einstellung von Westdeutschen diente der Implizite Assoziationstest (IAT). Explizite Einstellungen wurden über Adjektivskalen, eine Modifikation der Attitudes towards Black-Scale sowie die Einstellung zur Wiedervereinigung erfasst. Selbstkenntnis wurde über private Selbstaufmerksamkeit operationalisiert; Aufrichtigkeit über öffentliche Selbstaufmerksamkeit, Selbstüberwachung, Soziale Erwünschtheit und Motivation zur Vorurteilskontrolle. Es finden sich hypothesenkonforme Moderatoreffekte der Motivation zur Vorurteilskontrolle sowie der öffentlichen Selbstaufmerksamkeit. Soziale Erwünschtheit, Selbstüberwachung und private Selbstaufmerksamkeit moderieren den implizit-explizit-Zusammenhang nicht in erwarteter Weise. Für die erwartete Wechselwirkung von Selbstkenntnis und Aufrichtigkeit bei der Moderation des Zusammenhangs finden sich einige Hinweise. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf methodische Probleme und Theorien des implizit-explizit-Zusammenhangs diskutiert.
A moderated process model is presented which attempts to explain the consistency between implicit and explicit indicators as a function of awareness, i.e., the degree to which persons become aware of their implicit attitude, and adjustment, i.e., the degree to which they adjust for the explicit response. In one experiment on attitudes of West Germans toward East Germans, a number of dispositional moderators pertaining to awareness and adjustment were tested. Concerning moderators affecting awareness, no reliable first-order effects were found for Private Self-Consciousness. Concerning moderators influencing adjustment, consistent effects were obtained for Motivation to Control Prejudiced Reactions and Public Self-Consciousness. Social Desirability and Self-Monitoring did not moderate the implicit-explicit relationship in the expected direction. Some evidence was found for a second-order moderator effect between awareness and adjustment, suggesting that adjustment effects may be more pronounced under conditions of high awareness.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/198
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