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Titel: Einige Eindrücke zur kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung in Berlin nach dem Fall der Mauer
Autor(en): Fegert, Jörg M.
Geiken, Günther
Lenz, Klaus
Erscheinungsdatum: 1992
Zusammenfassung: Seit dem Fall der Mauer in Berlin kam es zu einer Zuwanderungswelle aus Ostdeutschland. Alltägliche kinderpsychiatrische Beobachtungen brachten uns zu der Frage, ob Anpassungsstörungen bei den Übersiedlerkindern häufiger zu finden sind. Ausgehend von der Datenanalyse von Grundschulkindern (in Berlin bis 6. Klasse) in unserer Inanspruchnahmepopulation im Jahr der Wiedervereinigung 1990 berichten wir von einigen Ergebnissen. Bei einem Gesamt-N von 197 verglichen wir eine West- Berliner Gruppe (N=155), eine Übersiedlergruppe (N = 17) und eine Ausländergruppe (N = 25). In der Diagnosestellung konnten Anpassungsstörungen bei den Migrantenkindern nicht häufiger nachgewiesen werden. Erhebliche Unterschiede fanden wir im Hinblick auf die psychosoziale Situation, insbesondere der Kindesmütter aus der ehemaligen DDR. Signifikante Unterschiede zwischen den West-Berliner Kindern und den Ost-West-Übersiedlerkindern fanden wir bei den Items Heimunterbringung, getrennt vom leiblichen Vater lebend, sozialer Abstieg der alleinerziehenden Mutter und der Gesamtfamilien. Insgesamt waren die psychosozialen Belastungsfaktoren bei den Migrantenfamilien stärker ausgeprägt.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/1981
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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