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Titel: "Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus." - Von der Entfremdung zur Fremdenfeindlichkeit in der jungen Generation
Autor(en): Petri, Horst
Erscheinungsdatum: 1994
Zusammenfassung: Nach einem historischen Rückblick auf die Diskussion des Fremdheits- und Entfremdungsbegriffes seit Beginn des 19 Jahrhunderts stellt sich die Frage nach den Hintergründen des aktuellen Diskurses über "Das Fremde". Die Annahme lautet: Die Erfahrung der Fremdheit und Selbst-Entfremdung hat an dem Punkt der technologischen Entwicklung einen qualitativ wie quantitativ neuen Sprung gemacht, an dem sich die Dialektik von Mensch und Maschine zugunsten der Fremd- Herrschaft der Maschine über den Menschen auflöst, und durch die "Megamaschine" das Ende der menschlichen Art real denkbar und wahrscheinlich geworden ist. Die Annahme wird durch Befunde aus der empirischen Kinder- und Jugendforschung gestützt. Es wird begründet, warum besonders die junge Generation von der alle Lebensbereiche durchdringenden Gewalt der Fremdheit betroffen ist. Ihr inflationierender Einfluß auf die Ich-Entwicklung und das Selbst wird dargestellt. Fremdenfeindlichkeit und -haß sind, entsprechend der Annahme, als Symptome eines Identitätsverlustes aufzufassen, der durch tieferreichende und umfassendere Fremdheitserfahrungen verursacht wird, als es die aktuellen gesellschaftlichen Auslöser erkennen lassen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2097
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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