Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2121
Titel: Editorial
Erscheinungsdatum: 1994
Zusammenfassung: 1993 wurden in Deutschland 156.425 Ehen geschieden - 20.000 mehr als im Vorjahr. Weniger als ein Drittel der Paare trennte sich einvernehmlich. Rund 125.000 Scheidungskinder jährlich wachsen in Ein-Eltern-Familien auf. Sie kommen aus allen sozialen Schichten. Seit 1982 besteht in unserem Land die Möglichkeit für die Eltern, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben. Oelkers et al.1 legten 1994 eine Bestandsaufnahme des Familiengerichtes Hamburg-Mitte vor. Es wurden in den Jahren 1991 und 1992 178 Scheidungsverfahren ausgewertet. Der Anteil des gemeinsamen Sorgerechtes lag 1991 bei 6% und 1992 bei 9%. Die Initiative ging in der Regel von den Eltern aus. Die Autoren betonen, daß das gemeinsame Sorgerecht nicht schichtspezifisch ist. Weit überwiegend wird das Eingliederungsmodell praktiziert, d.h. daß das Kind schwerpunktmäßig bei einem Elternteil wohnt und den anderen möglichst häufig regelmäßig besucht. Sie empfehlen, die Einrichtung des gemeinsamen Sorgerechts gegen den Willen der Eltern abzulehnen und fordern, daß das Gericht seine Nachforschungspflicht bei Unklarheiten und Widersprüchen aktiv wahrnehmen soll.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2121
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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