Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2139
Titel: Der Diagnoseprozeß bei Spina bifida: Elterliche Wahrnehmung und Sicht des klinischen Fachpersonals
Autor(en): Herb, Gudrun
Streeck, Sabine
Erscheinungsdatum: 1995
Zusammenfassung: Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Verständigung zwischen Eltern von Kindern mit einer Spina bifida und dem klinischen Fachpersonal. Als Erhebungsinstrumente dienen halbstrukturierte Interviews, die inhaltsanalytisch ausgewertet werden, ein Fragebogen zur Erfassung der Lebensqualität sowie Tonbandaufzeichnungen der ambulanten Sprechstunde, welche konversationsanalytisch die "reale" Verständigung rekonstruieren. Die Ergebnisse der Befragung zeigen die hohe Bedeutsamkeit der Beziehungsqualität in der klinischen Versorgungssituation und die Reziprozität der Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und den Mitarbeiter/innen der Klinik. Die Divergenz in der Wahrnehmung der Eltern und des betreuenden Personals verweist auf die jeweils individuellen Wirklichkeitskonstruktionen. Als erstrebenswert für die Interaktion kann das Herstellen einer gemeinsamen "Wirklichkeit" von Personal und Eltern formuliert werden. Dabei sollten die emotionalen Ressourcen der Mitarbeiter/innen als Kompetenzen wahrgenommen und als solche verstärkt aktiviert werden. Die Eltern wiederum sollten eine Bestätigung ihrer Position als "Experten/innen" erfahren und damit zu einer aktiven Mitgestaltung der Gesprächssituation, die üblicherweise institutionell determiniert und durch ärztliche Autorität geprägt ist, angeregt werden.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2139
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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