Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/214
Titel: "Mobilität" : ein multidisziplinärer Begriff im Alltagsverständnis
Autor(en): Hildebrandt, Nikolaus
Deubel, Katja
Dick, Michael
Erscheinungsdatum: 2001
Serie/Report Nr.: Harburger Beiträge zur Soziologie und Psychologie der Arbeit;23
Zusammenfassung: Der Rahmen des Projekts: Förderschwerpunkt Mobilität Die ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme einer global mobilen Gesellschaft und die absehbaren Grenzen des motorisierten Individualverkehrs stellen Wissenschaft und Planung vor transdisziplinäre Herausforderungen und werfen die Frage nach dem Verhältnis von Forschungsinhalten und erlebter Umwelt auf. Eine Sichtweise, die den Verkehr logistisch und pädagogisch zu beherrschen sucht ohne ihn in seiner gegenwärtigen Form in Frage zu stellen, greift hier zu kurz. Längst hat sich der Rahmen zur Frage nach der individuellen, kollektiven und kulturellen Mobilität, die sich im städtischen Leben zuspitzt, erweitert: "Im Ballungsraum konkurrieren die unterschiedlichsten Ansprüche an die Nutzung der Verkehrsinfrastruktur (wie Beruf, Ausbildung, Einkaufen, Freizeit, Dienstleistungen, Handwerk, Gütertransport, Ver- und Entsorgung, abgehender und ankommender Regional- und Fernverkehr). Diese Mobilitätsansprüche kollidieren hier allerdings auch in besonderer Weise mit den übrigen Ansprüchen der Einwohner an die Lebensqualität, die durch Luftbelastung, Lärm, Unfallrisiko, Flächenverbrauch (...) beeinträchtigt wird. Die Verkehrsprobleme müssen reduziert werden, möglichst ohne dass darunter die Mobilität der Bürger oder die Standortqualität des Wirtschaftsraumes leidet." (aus den Informationen zum Förderschwerpunkt "Mobilität in Ballungsräumen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung = BMB+F; http://www.mobiball.de/ [letzter Zugriff 05.04.2002]). Durch den Mobilitätsbegriff wird Verkehr in einen ökonomischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Rahmen gestellt. Seine Erforschung orientiert sich an diesen Zielsystemen, die gleichwertig betrachtet und nachhaltig entwickelt werden sollen. Im genannten Förderschwerpunkt des BMB+F will das Leitprojekt Intermobil Region Dresden (Förder KZ 19 B 9907 H 7) Mobilität in der Region oberes Elbtal effizienzsteigernd zugunsten des öffentlichen kollektiven Verkehrs gestalten. Konkrete Entwicklungsvorhaben zielen auf die Integration innovativer Telematik-, Bahnbetriebs- und Regelungstechnologien1, wissenschaftlicher Partner für diesen technologischen Part ist die verkehrswissenschaftliche Fakultät der TU Dresden. Ein anderer Akzent im Leitprojekt und gesamten Förderprogramm wird durch die TU Hamburg-Harburg vertreten. Hier arbeiten Verkehrswissenschaftler, Stadt- und Regionalplaner, Soziologen und Psychologen gemeinsam daran, Verkehr als Ergebnis regionaler Raumstrukturen, also als Folge der Erreichbarkeit von Orten zur Befriedigung der im Zitat genannten Ansprüche zu analysieren. Daraus ergibt sich ein Interventionsansatz, der alle raumbedeutsamen Entscheidungen von Institutionen und privaten Akteuren zu beeinflussen vesucht, insbesondere langfristige z.B.: Anschlussoptimierung zwischen den Verkehrsmitteln des ÖPNV, Dynamisierung von Takten, Tarifen und Fahrgastinformationen, Automatisierung der S-Bahn (fahrerloser Betrieb), Verkehrslageerfassung und -lenkung über Livekameras, virtuelle Mobilitätssysteme (intermobilPASS). Harburger Beiträge zur Psychologie und Soziologie der Arbeit Nr. 23, 2001 5 Standortentscheidungen, politisch-administrative Lenkungsvorhaben oder Nutzungsgewohnheiten von Verkehrsmitteln innerhalb von Institutionen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/214
Enthalten in den Sammlungen:Harburger Beiträge zur Soziologie und Psychologie der Arbeit
PsyDok

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