Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2203
Titel: Die Bedeutung entwicklungspsychologischer Modelle für die Kinder- und Jugendpsychiatrie
Autor(en): Lehmkuhl, Ulrike
Rauh, Hellgard
Erscheinungsdatum: 1996
Zusammenfassung: In der Persönlichkeitspsychologie und Entwicklungspsychologie sowie der Psychopathologie stellen sich immer wieder zwei unterschiedliche Persönlichkeitstypen heraus, die je nach theoretischem und methodischem Zugang als quasi Idealtypen, als Pole einer Persönlichkeitsdimension oder als markante Kombination aus Basisdimensionen der Persönlichkeit bzw. als charakteristische Verhaltensmuster in der Psychopathologie beschrieben werden. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird von Externalisierung und Internalisierung gesprochen. Diese phänomenologischen Ähnlichkeiten sind bislang in Ansätzen auf ihre empirischen Zusammenhänge hin überprüft worden. Es gibt erste Versuche, die Persönlichkeitsdimensionen des Erwachsenenalters im frühen Jugendalter zu replizieren und mit Verhaltensauffälligkeiten in Beziehung zu bringen. Weitere Längsschnittstudien aus den USA und Neuseeland legen nahe, daß solche Persönlichkeitsvarianten ihre Vorläufer im frühen Kindes- und Schulalter haben und sich als Strategien im Umgang mit fordernden und leicht belastenden Situationen ausdrücken. Aus einem ganz anderen Theorie- und Forschungszusammenhang und der Entwicklung emotionaler Sicherheit und des kindlichen Selbstbildes befaßt, werden Strategien im Umgang mit emotional verschiedenen Situationen beschrieben, die ihrerseits Vorläufer für die im Vorschulalter beschriebenen Verhaltensstrategien sein könnten. Es stellt sich die Frage, inwieweit sich hier schon frühzeitig stabile Persönlichkeitszüge andeuten (homotypische Kontinuität) oder sich Grundtendenzen in jeweils entwicklungstypischer Form ausdrücken (heterotypische Kontinuität), oder ob sich Persönlichkeilszüge, die zu wesentlichen Entwicklungszeiten eine aktuell adaptive Funktion hatten, erst im Laufe der Entwicklung als chronifizierte Strategien ausbilden. Eine weitere Frage ist, welche Beziehungen zwischen den Persönlichkeitsvarianten und den psychopathologischen Ausdrucksformen bestehen und wieweit hier chronische Überforderungssituationen mitwirken.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2203
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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