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Titel: Bedingungen umweltbewussten Verhaltens am Beispiel der Anschaffung einer Biotonne
Sonstige Titel: Determinants of pro-environmental behavior : why do people acquire a bio bin to recycle their organic refuse?
Autor(en): Klocke, Ulrich
Erscheinungsdatum: 1997
Zusammenfassung: Unter welchen Bedingungen sind Menschen dazu bereit, ihren organischen Hausmüll mit Hilfe einer Biotonne getrennt zu entsorgen? Zur Beantwortung dieser Frage habe ich in Marburg, einer hessischen Stadt mit ca. 80000 EinwohnerInnen, 41 Personen, die einen Antrag auf die Lieferung einer Biotonne gestellt hatten, und 40 Personen ohne Antrag telefonisch befragt. Mit einem Teil der Fragen des Interviews wurden die Komponenten der Theorie geplanten Verhaltens (Ajzen, 1985) erhoben: 1. Einstellung zum Verhalten (als Produktsumme aus Erwartung und Bewertung möglicher Verhaltenskonsequenzen), 2. Subjektive Norm, 3. Wahrgenommene Verhaltenskontrolle. Zusätzlich sollten die ProbandInnen Fragen zu ihrem Wissensstand, dem vergangenen Mülltrennungsverhalten, der Verantwortungsübernahme für das Müllproblem und ihrer Wohnsituation beantworten. Die Ergebnisse zeigen, daß sich die Entscheidung der BürgerInnen für eine Biotonne vor allem durch folgende Faktoren erklären läßt: 1. das Wohnen im eigenen Haus, 2. die Wahrnehmung der eigenen Verhaltensmöglichkeiten und -hindernisse (wahrgenommene Verhaltenskontrolle) und 3. die Erwartungen wichtiger Bezugspersonen (subjektive Norm). Die Anzahl an Informationsquellen, durch die eine Person über die Biotonne informiert wurde, erklärt ebenfalls einen signifikanten Varianzanteil. Der Einstellung fällt in der Regressionsgleichung kein eigenständiger Erklärungswert zu. Auf die direkte Frage nach den Gründen für das eigene Verhalten nennen die Antragsteller vor allem die praktische Entsorgung von Gartenabfall. Viele Nicht-Antragsteller halten sich dagegen für nicht zuständig für diese Entscheidung, meist da sie zur Miete wohnen.
Under which conditions are people willing to separate their organic refuse by the help of special containers (= biobins)? In order to answer this question, 41 persons who had applied for delivery of a biobin were compared via phone survey in Marburg (Hassia, Germany) with 40 persons who had not. The results of the discriminance analysis were in accordance with two of the suppositions of the theory of planned behavior (Ajzen, 1985), namely that people were governed — concerning their decisions — by the perception of the possibilities and hindrances of their behavior (perceived behavioral control) as well as by the expectations of important others (subjective norm). The attitude towards their behavior (as a sum of products of expectation and evaluation of possible behavioral outcomes), however, had only a minimal effect on behavior. In a separate analysis of each predictor the mean differences of all three variables of the theory were statistically significant. In addition the applicants were more accustomed to recycle different kinds of rubbish and were better informed about the reutilization of the organic refuse. The non-applicants more often lived as a single in rented accommodation in houses with more tenants. When asked directly for the motives of their behavior, many people who had not applied for a biobin replied not to be responsible for an appliance for such bins, mostly because they lived in rented accommodations.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/222
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