Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2285
Titel: Editorial
Erscheinungsdatum: 1997
Zusammenfassung: Sind Väter hilfreich, schädlich oder überflüssig für die Entwicklung von Jugendlichen? Zu dieser provokanten Meinung kann man kommen, wenn man die gegenwärtige Vaterforschung anschaut. ln der Vergangenheit orientierten sich viele Studien an einem Defizitmodell. Man konzentrierte sich auf die Häufigkeit und den Inhalt der Interaktionen zwischen Vater und Kind verglichen mit den Interaktionen zwischen Mutter und Kind. Man fand, daß Väter deutlich weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen und stieß auf Geschlechtsunterschiede im Umgang von Vätern und Müttern mit ihren männlichen und weiblichen Kindern (Siegal 1987). Dieses Themenheft beschäftigt sich mit der distinktiven Rolle von Vätern für die Entwicklung ihrer jugendlichen Kinder. Es verfolgt eine neue Perspektive, indem es von der Konzentration auf die real verbrachte Zeit mit den Kindern - unter der der Vater nur als "defizitäre Mutter" erscheinen konnte - abweicht und die spezifischen Qualitäten seiner Beziehung zu den Kindern untersucht. Es spricht einiges dafür, daß Väter insbesondere für Jugendliche ein gutes Modell für Loslösung und Individuation darstellen, und zwar aufgrund ihres spezifischen, anderen Umgangs mit Nähe und Distanz als Mütter (Shulman u. Seiffgekrenke 1972). Die in diesem Themenheft zugrundegelegten theoretischen Konzeptionen weisen über das Jugendalter hinaus zu Entwicklungsaufgaben, die für das junge Erwachsenenalter charakteristisch sind, wie Autonomiegewinnung und Aufbau von Partnerschaften.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2285
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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