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Titel: Der Beitrag von Vätern zum Individuationsprozeß in der Adoleszenz
Sonstige Titel: The Contribution of Fathers to Adolescents Individuation
Autor(en): Shulman, Shmuel
Erscheinungsdatum: 1997
Zusammenfassung: Zahlreiche Studien haben gezeigt, daß Väter sich seltener mit ihren Kindern und Jugendlichen befassen und weniger involviert sind. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den möglichen Funktionen, die die geringe Involviertheit des Vaters für die Entwicklung der Kinder haben kann. Befunde aus zwei Studien mit Jugendlichen werden vorgestellt, die zeigen, daß Väter zwar mit ihren heranwachsenden Kindern weniger Zeit verbringen, daß die Interaktionen zwischen Vätern und Jugendlichen aber unverwechselbare Qualitäten aufweist; Väter befassen sich zum Beispiel stärker mit spielerischen Aktivitäten, ln der Phase der Loslösung brauchen die Jugendlichen ein solches entferntes, aber besonderes Vorbild - ein Elternteil, das die Loslösung erlaubt und respektiert und das Streben nach Individuation unterstützt. Die Ergebnisse zeigen, daß Jugendliche mit der Rolle, die der Vater in ihrem Leben spielt, zufrieden sind. Außerdem werden die Väter als Vorbilder für nachfolgende Entwicklungsziele, z.B. das Eheleben, wahrgenommen. Es wird vermutet, daß Väter, mit der für sie charakteristischen Distanz besser als Mütter in der Lage sind, ein ausgeglichenes Verhältnis von Nähe und Distanz zu wahren. Dadurch können sie auf die Entwicklungsziele ihrer heranwachsenden Kinder möglicherweise flexibler reagieren.
Numerous studies have shown fathers to be less engaged and less involved with their children and adolescents. This paper discusses the possible function that fathers lower involvement may play in the development of their children. Data from two studies conducted on adolescents show that on the one hand fathers spend less time and are less engaged with their adolescents, but when they are together, the nature of their interaction is distinctive. For example, fathers are more engaged in play-like activities. This apparently distant and distinctive model is what adolescents need at this period of separation - a model of a "close enough" parent that allows and respects separation and support strivings for individuation. As results show, adolescents are satisfied with the role fathers play in their lives. Moreover, fathers are perceived as models for subsequent developmental goals such as marital life. It is suggested that fathers in their natural attitude are more capable of balancing closeness and separateness than mothers do and as such they are more flexible in response to varying developmental goals of their adolescent offspring.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2286
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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