Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2289
Titel: Die Bedeutung der Familienbeziehungen für die Bewältigung von psychischen Störungen - Ergebnisse aus empirischen Untersuchungen zur Therapieprognose bei psychisch gestörten Kindern und Jugendlichen
Sonstige Titel: The Impact of Family Relations on Coping Processes of Children and Adolescents with Psychiatric Disorders
Autor(en): Mattejat, Fritz
Remschmidt, Helmut
Erscheinungsdatum: 1997
Zusammenfassung: Die Arbeit setzt sich mit dem Thema auseinander, welche Bedeutung die Familienbeziehungen für die Therapie mit psychisch gestörten Kindern und Jugendlichen haben und welchen Stellenwert die Beziehung zu Vater und Mutter fur die Bewältigung von psychischen Störungen hat. Hierzu werden die Ergebnisse aus einer empirischen Studie, in der die Familienbeziehungen bei einer Stichprobe von stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Patienten in differenzierter Weise untersucht wurden, dargestellt und diskutiert. Ob ein psychisch gestörter Jugendlicher seine psychischen Probleme im Rahmen einer Therapie bewältigen kann, ist von seinen individuellen und psychosozialen Ressourcen abhängig; der Therapieausgang wird wesentlich von der Qualität seiner familiären Beziehungen mitbestimmt. Prognostisch negativ sind feindselig-ablehnende und unstrukturiert-desorganisierte Verhaltensweisen der Eltern. Eine genauere Analyse zeigt darüber hinaus, daß die Beziehung zum Vater für die Therapieprognose eine besonders bedeutsame Rolle spielt. Bei der Therapieprognose ist aber die Beziehung zu beiden Elternteilen zu berücksichtigen, da eine problematische Beziehung zu einem Elternteil durch eine gute Beziehung zum anderen Elternteil zumindest zum Teil kompensiert werden kann. Schließlich wird auf die Frage der Kooperationsmöglichkeiten mit den Eltern von psychisch kranken Jugendlichen eingegangen und es wird anhand der Daten und Erfahrungen bei der Stichprobengewinnung aufgezeigt, daß das Interesse und die Bereitschaft der Eltern (der Mütter ebenso wie der Väter) zu einer intensiveren Zusammenarbeit höher ist, als gemeinhin angenommen wird.
The importance of family relations for the therapy of psychiatric disorders in children and adolescents is discussed reporting results from an empirical study camed out in an inpatient sample of a child and adolescent psychiatric unit with regard to the quality of mother-child resp. father-child relation and its influence on coping processes. Whether adolescents suffering from a psychiatric disorder are able to cope with their problems during the course of a therapy, depends on their individual and social ressources. Therapy outcome is to a great extent influenced by the emotional quality of their family relations. Hostility and rejection as well as unstructured and disorganized parental behavior contribute to a negative outcome. A differentiated analysis shows further that the relation between the adolescents and their fathers is particularly important for therapy prognosis. Nevertheless, one has to consider the respective relations with both parents for therapy prognosis, as problems with one parent may be partly compensated by a good relationship with the other parent. Finally, the cooperation between parents and clinical staff is discussed. Data and experiences show that interest and readiness of parents (mothers as well as fathers) for a close cooperation are higher than generally expected.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2289
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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