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Titel: Psychotherapie eines Knaben mit einer Depression nach dem Tod von zwei seiner Brüder
Sonstige Titel: Psychotherapy of a Boy with a Depression after two of his Brothers died
Autor(en): Zollinger, Ruedi
Erscheinungsdatum: 1997
Zusammenfassung: Dargestellt wird die rund 2 1/2 Jahre dauernde Psychotherapie eines 14 Jahre alten Knaben. Diese psychodynamisch orientierte Psychotherapie befaßte sich mit den Folgen von zwei Schicksalsschlägen in seiner Familie: Dem Unfalltod von zwei älteren Brüdern, vier und fünf Jahre zuvor. Diese Ereignisse hatten einen nachhaltigen Einfluß auf die Familie und behinderten die pubertäre Entwicklung des Patienten. Er hatte eine massive Abwehr errichtet gegen eigene Wünsche; er zog sich zurück und wurde depressiv. In der Therapie wurden hauptsächlich bearbeitet: (a) die Bedenken des Knaben, seine Position als Kind in der Familie zu verlassen aus Rücksicht auf seine trauernde Mutter; (b) die Schwierigkeiten des Knaben, aggressive Phantasien und Gefühle zu akzeptieren und zu integrieren angesichts von Schuldgefühlen und aus Angst vor einem weiteren Verlust aufgrund dieser Phantasien und Gefühle. Das Bearbeiten konfliktträchtiger Themen in der Psychotherapie ermöglichte es dem Knaben, eigene Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und Wege zu finden, sie zu erfüllen. In der Folge gelang es ihm, eine geeignete Berufswahl zu treffen und eine entsprechende Berufsausbildung anzutreten.
The author describes the psychotherapy of about 2 1/2 years duration of a 14-year old boy. This psychodynamically oriented psychotherapy dealt with the aftermath of two desasters in his family: The accidental deaths of two older brothers five and four years ago. These events had a lasting effect on the family which negatively interferred with the achievement of developmental tasks in adolescence in the patient. He had erected massive defenses against his own wishes and became withdrawn and depressed. The main issues dealt with in therapy were: (a) The boys fear to step out of his position as the families "child" in consideration of his grieving mother. (b) The boys difficulty to tolerate and integrate aggressive fantasies and feelings because of his guilt feelings and fear of another loss due to these fantasies and feelings. The working through of conflictual issues in psychotherapy enabled the boy to gain awareness regarding his own needs and wishes, and to find ways to fulfill them. Subsequently, be succeeded in making an adequate professional choice and to go into training for it.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2321
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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