Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2328
Titel: Konversionssymptome im Kindes- und Jugendalter
Sonstige Titel: Conversion Disorders in Childhood and Adolescence
Autor(en): Eggers, Christian
Erscheinungsdatum: 1998
Zusammenfassung: Der Konversionsbegriff hat seit seiner Erstdefinition vor einhundert Jahren zahlreiche Wandlungen erfahren, was sich auch in verschiedenen klassifikatorischen Neubewertungen niederschlägt (DSM-IV und ICD-10). Im Rahmen einer psychodynamisch orientierten Diagnostik wird gegenwärtig darüber hinaus versucht, eine valide Operationalisierung des Konversionskonzeptes zu erreichen. Auf der psychodynamischen Seite ist es ebenfalls zu einer Differenzierung tradierter Auffassungen gekommen. Bei der klinischen Bewertung von insgesamt 45 Kindern und Jugendlichen (Durchschnittsalter: 14 Jahre, range: 8-18 Jahre), die wegen konversionsneurotischer Störungen in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Universität Essen behandelt worden waren, zeigte sich, daß ödipale und prä-ödipale Konflikte miteinander interagierten und daß, wenn die "trianguläre Hilfsfunktion" des dritten Objekts ausblieb, die Lösung aus der primären Dualunion und damit frühe Individuierungsprozesse erheblich erschwert waren oder gar verunmöglicht wurden. Unsere Beobachtungen führten zu der Schlußfolgerung, daß bei den zur stationären Behandlung kommenden jungen Patienten mit einer Konversionssymptomatik bereits in einem frühen Entwicklungsstadium prä-ödipale Triangulierungen mißlungen sind und primäre Loslösungs- und Abhängigkeitskonflikte nicht adäquat bewältigt werden konnten.
Since its first definition 100 years ago, the term conversion underwent many changes, a fact that is proved by various re-evaluations with respect to classification (DSM-IV, ICD-10). In the context of a psychodynamically-oriented diagnostic there are - in addition to that - actual attempts to reach a valid operationalization of the conversion concept. From a psychodynamic point of view a differentiation of traditional concepts has been made. Results of examinations of 45 children and adolescents (average age: 14 years, range: 8-18 years) who had been treated in the Department of Child and Adolescent Psychiatry of the University of Essen for conversion symptoms, revealed a strong interaction of oedipal and pre-oedipal conflicts and that in case that there was no help from a third object during early triangulation, the child s endeavor to break out of the primordial relationship with the primary love object had been impeded and thus individuation processes were impaired or even prevented. Our results lead to the conclusion that for the young patients, who came to us with a conversion symptom, the early pre-oedipal triangulation failed and thus primary separation and dependecy conflicts could not be solved adequately.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2328
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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