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Titel: Zyklisches Erbrechen als Leitsymptom einer Regression
Sonstige Titel: Cyclic Vomiting Syndrome as Cardinal Sign of a Regression
Autor(en): Millner, Michael M.
Franthal, Wolfgang
Steinbauer, Maria
Erscheinungsdatum: 1998
Zusammenfassung: Vorgestellt wird ein 17jähriger Knabe mit primärer mentaler Retardierung unklarer Genese, der seit seinem zweiten Lebensjahr an zyklischem Erbrechen leidet. Da 15 Jahre lang auf organischer Ebene keine Diagnose zu stellen war und sich die Therapie daher auf symptomatische Maßnahmen beschränken mußte, bestand über einen sehr langen Zeitraum ein großer Leidensdruck der Familie. Der Beitrag versucht, das zyklische Erbrechen (Cyclic Vomiting Syndrome, CVS) als wiederkehrende "maligne" Regression ins Säuglingsalter zu verstehen, die für den intellektuell chronisch überforderten Knaben einen abrufbaren Krankheitsgewinn bedeutete. Mit diesem Ansatz gelang methodenintegrativ eine entscheidende Besserung bezüglich Frequenz und Schwere der Erbrechensattacken: für die Familie reduzierte sich der Leidensdruck, in dem die Erbrechenattacken nicht mehr zu Hause, sondern ausschließlich im Krankenhaus behandelt wurden. Dies verringerte für den Knaben den Krankheitsgewinn. Die "maligne" Regression (i.e. das CVS) konnte mit Hilfe hypnotherapeutischer Techniken durch Induktion einer "benignen" Regression sukzessive substituiert werden. Innerhalb der Familie wurden im Rahmen einer systemischen Familientherapie neue, lustvolle, non-verbale Kommunikationsmuster induziert. Als Ergebnis dieser Maßnahmen konnte ein Ablösungsprozeß des bis dahin sehr unselbständigen Knaben von seinen Eltern beginnen.
A 17-year old boy with primary mental retardation of unknown aetiology and cyclic vomiting syndrome (CVS) is reported. Missing an organic cause of the episodes therapeutic procedures remained symptomatic for a 15 years time period. The report focusses the CVS as a regressive mechanism triggered by a mental retardation of the child which permanently disturbed the interaction between parents and child. Psychotherapeutic approach was successful in the following respects: The advantage by illness to vomit at home was continously reduced by admitting the boy to a hospital at every ongoing attack. Hypnotherapeutic techniques were able to substitute the "malign" regression (CVS) successively by inducing a "benign" kind of regression. Family therapy could induce new and more intense non-verbal patterns of communication which where hitherto unknown in this family.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2350
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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