Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2356
Titel: Zur Wechselwirkung von Rahmen und Inhalt bei der Behandlung dissozialer Kinder und Jugendlicher. Eine psychoanalytische Untersuchung gestörter Symbolbildungsprozesse
Sonstige Titel: Interaction of Frame and Content in the Treatment of Dissocial Children and Adolescents
Autor(en): Trempler, Volker
Erscheinungsdatum: 1998
Zusammenfassung: In der Arbeit wird die Bedeutung eines haltenden therapeutischen Rahmens für den Symbolbildungsprozeß untersucht. Unter Zuhilfenahme epistemologischer psychoanalytischer Konzeptionen wird an einer Reihe von Beispielen gezeigt, wie semiotische Progression als Ausdruck psychischer Reifung ermöglicht werden kann, oder aber aufgrund unzureichenden Rahmenhandlings semiotische Regression im Sinne einer "Umkehrung der Alpha-Funktion" ausgelöst wird, mit der Folge einer Zunahme symptomatischen Verhaltens. Es werden drei unterschiedliche Ebenen mentalen Funktionierens unterschieden: Auf der unteren Schicht wird das Verhalten entsprechend somatischer autoregulativer und homöostatischer Prinzipien reguliert. Auf der zweiten Ebene geht es um seelisches Funktionieren, wie es dem Verhalten von Individuen in Gruppen zugrunde liegt, das über Zeichensysteme und Affektautomatismen gesteuert wird und einer Art "Gleichschaltungsmechanismus" gehorcht. Erst auf dem oberen Niveau haben wir es mit psychischen Räumen und dem denkenden Subjekt zu tun, das sowohl in der inneren als auch in der äußeren Welt zu symbolischer Interaktion fähig ist.
The article discusses the significance of a holding therapeutic environment for the processes of symbol development. Using epistomological psychoanalytic concepts it demonstrates, through a series of examples, how semiotic progression can be facilitated or how, through insufficient handling of frame guiding therapeutic functions, semiotic regression - in the sense of a "reversal of alpha function" - can be triggered, with a resultant increase in symptomatic behavior. The distinction is drawn between three different levels of mental functioning: At the deepest level, behavior is controlled according to somatic, autoregulative and homoeostatic principles. The second level is concerned with mental functioning, such as determines behavior of individuals within a group and which is influenced by symbol systems and affective automatisms, while obeying a type of "symmetrisation-mechanism". Only at the third level, we are concerned with psychic spaces and the thinking subject, who is capable of symbolic interaction with both the internal and external world.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2356
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
47.19986_2_40709.pdf_new.pdf430,98 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.