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Titel: Das Verlangen nach Verflochtenheit mit der Herkunftskultur - Migrantenfamilien in psychodynamischer Therapie
Sonstige Titel: The Desire for Interwovenness with the Culture of Origin - Migrant Families in Psychodynamic Therapy
Autor(en): Meurs, Patrick
Cluckers, Gaston
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: Das Streben nach Kontinuität und einer Verflochtenheit mit der sozialen Gruppe und der kulturellen Lebenswelt, aus der Migranten weggegangen sind, hat einen großen Einfluß auf die Verarbeitung der Migration. Nur wenn dieses Verlangen nach Kontinuität anerkannt wird und im Leben der Migranten einen sicheren Platz zugesprochen bekommt, ist auch die in der Migration liegende Diskontinuität weniger bedrohlich. Aspekte der mitgebrachten Kultur können dann in kreativer Weise in Begegnung mit der neu erlebten Kultur verknüpft werden. Zur Beschreibung dieses kulturellen Begegnungsprozesses ist das Konzept Winnicotts vom "Übergangsraum" brauchbar. Wir illustrieren die Chancen und Schwierigkeiten einer interkulturellen Begegnung bei den Kindern und Eltern in einer Migrantenfamilie anhand eines Fallbeispiels, bei dem zunächst eine Heranwachsende vorgestellt wurde. Die Besprechung dieser Thematik schließt sich den in dieser Zeitschrift bereits früher erschienenen Beiträgen zur Migration an (Lanfranchi 1988, 1993; Lanfranchi u. Molinari 1995).
The way migration is worked through will be largely influenced by two aspects: the wish for continuity in the personal identity one had build up before migrating, as well as the longing for staying interwoven with the social group and the cultural life world one had left. Only when these wishes for continuity and interwovenness are safeguarded, the loss that migration also has become, can be experienced and mourned. The element of discontinuity inherent in the migration process, then becomes less threatening. Thereby, aspects of "new encountered culture" will become woven into "brought with culture". To describe this process of intercultural encounter in a migrant family, Winnicott's concept of "potential space" or "transitional space" proves to be very apt. We illustrate this with a clinical vignette of a Moroccan family wherein adolescence brings about intergenerational conflicts, shaped by as well as influencing cultural identities. This article references to some earlier work of Lanfranchi (1988, 1993) and of Lanfranchi and Molinari (1995) in this journal.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2380
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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