Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2393
Titel: Transmission von Bindung bei Müttern und ihren Kindern im Vorschulalter
Sonstige Titel: Transmission of Attachment in Mothers and Their Preschool-Aged Children
Autor(en): Gloger-Tippelt, Gabriele
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: In dem Beitrag wird eine neue Methode zur Erhebung von Bindungsrepräsentationen bei Vorschulkindern vorgestellt. Mit Hilfe von Geschichtenergänzungen im symbolischen Medium des Puppenspiels lassen sich die mentalen Repräsentationen von Kindern jenseits des Kleinkindalters gut erfassen. Weiter wird die These der Transmission von Bindung über die Generationen als Teil einer Längsschnittstudie an einer Stichprobe von 28 deutschen Familien aus der Mittelschicht empirisch untersucht. Die Transmissionsthese besagt, daß Eltern ihre unterschiedlichen Typen von mentalen Bindungsmodellen an ihre Kinder im Vorschulalter weitergeben. Sichere und unsichere Bindungsrepräsentationen bei Müttern - erfaßt mit dem Adult Attachment Interview -, und bei ihren Vorschulkindern - erfaßt durch das Puppenspiel - sollten sich entsprechen. Das Adult Attachment Interview wurde hier mit den Müttern durchschnittlich im 5. Lebensjahr der Kinder durchgeführt; ihre erstgeborenen Kinder, 17 Jungen und 11 Mädchen, wurden durchschnittlich mit 6;4 Jahren in dem Geschichtenergänzungsverfahren untersucht. Die Ergebnisse bestätigen diese Übereinstimmung mütterlicher und kindlicher Bindungsmodelle für die zweifache Unterscheidung sicherer und unsicherer Bindung sowie für einen umgerechneten, vierfach gestuften Bindungssicherheitswert. Nach weiteren psychometrischen Angaben weist das Geschichtenergänzungsverfahren zufriedenstellende Relialibilität und konvergente Validität mit dem Separation Anxiety Test auf. Abschließend werden Gründe für die hohe Übereinstimmung zwischen mütterlichen und kindlichen Bindungsmodellen diskutiert. Als vermittelnde Faktoren kommen feinfühliges mütterliches Verhalten, mütterliche Reflexion ihrer eigenen Kindheitserfahrung, ausgelöst durch die Beobachtung des eigenen Kindes, und verschiedene Lernprozesse in Frage.
A new method is presented in order to assess attachment representations in preschoolers. Using the symbolic medium of doll play and story completions the internal representations of attachment in children beyond infancy can be assessed. Additionally the thesis of transmission of attachment across generations was tested empirically in a sample of 28 German families from middle class socioeconomic background as part of longitudinal study. Transmission of attachment means that parents transmit their different attachment representations to preschool- aged children. Secure and insecure attachment representation in mothers assessed with the Adult Attachment Interview, are associated systematically with their childrens attachment representations coded from the doll play. In the present study the Adult Attachment Interview was conducted with mothers during the fifth year post delivery. Their first-born children, 17 boys and 11 girls with a mean age of 6;4 years participated in the story completion session. Using a two-fold distinction (secure and insecure) as well as a converted 4-level scale of attachment security, results revealed a correspondence between maternal and child attachment representations. According to psychometric indicaters the story completion procedure demonstrates satisfying reliability and convergent validity with the Separation Anxiety Test. Finally, reasons for the high match of mothers and childrens attachment representations are discussed. Maternal sensitive behavior, maternal reflection of their own childhood triggered by the observation of their own child, and various learning processes may operate as mediating factors in this case.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2393
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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