Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2394
Titel: Transmission von Bindung über die Generationen - Der Beitrag des Adult Attachment Interview
Sonstige Titel: Transmission of Attachment Across the Generations – The Contribution of the Adult Attachment Interview
Autor(en): Gloger-Tippelt, Gabriele
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: Innerhalb der Bindungsforschung hat sich eine neue Richtung etabliert, die sich mit mentalen Bindungsmodellen von Erwachsenen, insbesondere von Eltern, befaßt. In dem Beitrag wird die Erhebungsmethode des Adult Attachment Interview (AAI) von George et al. (1996) sowie das Auswertungssystem und Klassifikationssystem von Main und Goldwyn (1994) vorgestellt. Es erlaubt trainierten Kodierern, aufgrund einer Inhalts- und Diskursanalyse der Interviewtranskripte verschiedene Arten von mentalen Bindungsmodellen verläßlich zu unterscheiden. Mit Hilfe der Beobachtungsmethode für die Kleinkinder, der Fremden Situation, und des AAI für die Erwachsenen konnte in mehreren Studien die Annahme der Transmission von Bindungstypen von einer Generation zur nächsten empirisch gut abgesichert werden. Nach diesen Befunden haben Eltern mit einem sicher-autonomen mentalen Bindungsmodell überwiegend Kinder mit sicherer Bindung, Eltern mit einem unsicher-abwehrenden Bindungsmodell meistens Kinder mit vermeidender Bindung und Eltern mit einem unsicher-präokkupierten Bindungsmodell oft unsicher-ambivalent gebundene Kinder. Die Übereinstimmung zwischen einem in bezug auf traumatische Erfahrungen unverarbeiteten elterlichen Bindungsstatus und einem desorientiert/desorganisierten Bindungsmuster beim Kind fand nicht immer Bestätigung. Nach einer neuen Untersuchung zu Bindung bei sechsjährigen Kindern läßt sich ebenfalls eine Transmission von mütterlichen Bindungsrepräsentationen zu denjenigen ihrer Kinder für dieses höhere Alter nachweisen. Nachdem die Übereinstimmung der Bindungsklassifikationen von Eltern und Kindern empirisch gut belegt wurde, befaßt sich die Forschung verstärkt mit vermittelnden Prozessen der Transmission.
A new domain has been established within attachment research that deals with mental representations of attachment in adults, particularly in parents. This contribution describes the procedure of the Adult Attachment Interview (AAI) developed by George et al. (1996) and the scoring and classification system by Main and Goldwyn (1994). This method allow trained coders a reliable classification of different states of mind with respect to attachment based on a content and discourse analysis of the interview transcripts. By means of observational procedure of the Strange Situation for infants and the AAI for the adults, several studies support the assumption of a transmission of attachment relationships from one generation to the next one. These findings reveal that parents with secure autonomous attachment representations predominantly have infants with secure attachment patterns, parents with insecure-dismissing attachment representations mostly have children with an avoidant attachment and parents with insecure-preoccupied representations often have children with an insecure-ambivalent attachment. Less consistent results have been found for the correspondence between parents unresolved attachment status with respect to traumatic experiences and their infants' disoriented/disorganized attachment patterns. A recent study assessing attachment in six year olds revealed as well the transmission from mothers' attachment representations to those of their children for this older age. Since many studies have confirmed the correspondence of parents' and infants' attachment classifications, research interests are now directed towards the mediating processes of transmission.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2394
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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