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Titel: Suchtmittelkonsum in der Schwangerschaft. Ein Beratungskonzept für die gynäkologische Fachpraxis
Autor(en): Leinberger, Beate
Erscheinungsdatum: 2001
Zusammenfassung: Suchtmittelkonsum in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit. Ca. 33% aller schwangeren Frauen rauchen, und ca. 80% trinken Alkohol (Sasco, 1998; Spohr, 1997). Viele schwangere Frauen konsumieren Suchtmittel, weil sie z.B. gehört haben, daß sich ein Glas Wein pro Tag förderlich auf die Gesundheit auswirken soll oder Weit errauchen für die Gesundheit des Kindes besser sei, als abrupt mit dem Zigarettenkonsum aufzuhören. Nicht selten werden solche Ratschläge von Gynakologinnen und Gynäkologen selbst erteilt (Quelle: persönliche Gespräche mit schwangeren Frauen). Die Aufklärung bezüglich des Suchtmittelkonsums in der Schwangerschaft ist in ganz Deutschland unzureichend. Schon Mitte der 80-er Jahre erkannten z.B. Fachleute wie Löser (1987) und Majewski (1987) die Auswirkungen von (auch geringem) Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und beklagten schon damals das geringe Interesse in der Bevölkerung. Marthaler (1990) und Heinze (1991) erkannten das bestehende Defizit in der Aufklärung schwangerer Frauen und entwickelten Ideen zur Prävention. Die von ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen reichen von der Verteilung von Broschüren und Informationsblättern über Plakataktionen, Femsehspots, Warnhinweise auf Flaschenetiketten und Zigarettenpackungen bis hin zu einer verbesserten Schwangeren-Vorsorge und Fortbildungsveranstaltungen für alle Berufsgruppen, die mit schwangeren Frauen Kontakt haben (zitiert in Richter, 1993). Leider wurde bislang kaum etwas davon in die Tat umgesetzt. Vermutlich auch deshalb, weil die wirtschaftlichen Interessen fehlen. Seit 1996 gibt es einen Leitfaden für gynäkologische Fachpraxen zur Förderung des Nichtrauchens in der Schwangerschaft. Er wurde von Brecklinghaus, Lang und Greiser im Rahmen des Programms "Europa gegen den Krebs" entwickelt. Mit meinem Konzept zur Beratung von alkohol- und zigarettenkonsumierenden schwangeren Frauen möchte ich ebenfalls Gynäkologinnen und Gynäkologen ansprechen. Sie sind eine der ersten Kontakt- und Vertrauenspersonen für schwangere Frauen. Sie können den Suchtmittelkonsum feststellen und beratend einwirken. Das Konzept soll ein weiterer Beitrag zur Prävention von Suchtrnittelkonsum in der Schwangerschaft sein. Die vorliegende Arbeit ist in zwei Bereiche gegliedert. Der erste Teil befaßt sich mit Forschungsergebnissen rund um die Themen Alkohol- und Zigarettenkonsum bei Frauen und explizit schwangeren Frauen sowie die Auswirkungen des Konsums beider Suchtmittel auf den Embryo bzw. Fötus. Danach folgen Erläuterungen zum Präventionsbegriff nach Hurrelmann & Settertobulte (1995). Im Anschluß wird die Beratungsmethode Motivational Interviewing (Miller & Rollnick, 1991), auf deren Basis das Konzept ruht, ausführlich beschrieben. Das von mir erstellte Beratungskonzept für alkoholkonsumierende schwangere Frauen wurde von einem Gynakologen eingesehen. Dessen Kritik und die Umsetzung der Kritik in das Konzept sind im nächsten Kapitel zusammengefaßt. Am Ende des ersten Teils erfolgt der Ausblick. Der zweite Teil der Arbeit beinhaltet das Konzept, welches in die zwei Bereiche Alkohol- und Zigarettenkonsum gegliedert ist. Jeder Bereich enthält im Anschluß zugehörige Arbeitsmaterialien zur Unterstützung im Beratungsverlauf. Am Anfang.des zweiten Teiles erfolgt eine Einführung in beide Beratungskonzepte. Der gesamte zweite Teil richtet sich sprachlich direkt an Gynäkologinnen und Gynäkologen, da beide Konzepte hier in der Form dargestellt sind, wie sie diese Berufsgruppe erhalten würden. Die Nummerierung des zweiten Teiles schließt sich nicht an den ersten Teil an, da alle Bereiche des zweiten Teiles für sich stehen. Hinweis: Diese Arbeit ist nicht komplett, der Anhang des Kapitel 2 fehlt.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/240
Enthalten in den Sammlungen:Kompetenzplattform Suchtforschung an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen
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