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Titel: Ein Beratungsangebot für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern - Konzeption und erste Erfahrungen der Beratungsstelle "MenschensKind"
Sonstige Titel: Parent-Infant-Programme “MenschensKind” - Concept and Outcomes of the First Three Years
Autor(en): Barth, Renate
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: Die Förderung der seelischen Gesundheit von Säuglingen und Kleinkindern wird von vielen Autor/innen als Schlüssel zur Prävention psychischer Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter gesehen. Aufbauend auf den neuen Erkenntnissen der Säuglings- und Kleinkindforschung wurden spezifische Behandlungsansätze für Probleme und Störungen in der frühen Kindheit entwickelt. Therapeutischer Fokus dieser Ansätze ist die Eltern-Kind-Beziehung. Als Beispiel für eine solche beziehungsfokussierte Arbeit werden Konzeption und erste Erfahrungen der Beratungsstelle "Menschens- Kind" für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern in Hamburg vorgestellt. Zwischen Ok- tober 1993 und Dezember 1996 wurden 263 Familien behandelt (Erstanmeldungen), 72% von ihnen kamen mit Säuglingen im ersten Lebensjahr. Als Hauptanmeldegrund standen Schlafstörungen, exzessives Säuglingsschreien und direkt formulierte Probleme der Eltern-Kind-Beziehung im Vordergrund. Wesentliche Behandlungsansätze waren: entwicklungspsychologische Beratungen, angeleitete Eltern-Säuglings-Übungssitzungen (eine neue Methode zur Behandlung des exzessiven Säuglingsschreiens) und Eltern- Säuglings-Psychotherapien. Erstbehandlungen überschritten nur selten zehn Sitzungen. Ein Teil der Familien meldete sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut zur Behandlung an (Wiederanmeldungen). Die dargestellten Ergebnisse unterstreichen den hohen Bedarf an Interventionsangeboten für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern.
Families with young children often experience high levels of difficulty and disturbance. Based on new knowledge of infant research, specific treatment approaches have been developed. The focus of these new approaches is the parent-infant relationship. To illustrate such arelationship-based treatment approach, the parent-infant programme "MenschensKind" will be introduced. Of the 263 families treated between October 1993 and December 1996, 72% had infants in the first year of life. Sleeping problems, excessive crying and explicite difficulties in the parent-infant relationship were the main reasons for referral. Treatment approaches included: developmental guidance, guided parent-infant training sessions (a new method for parents with excessively crying infants 0-4 months) and parent-infant-psychotherapy. Treatment rarely exceeded ten sessions. A proportion of the families recontacted the programme at a later stage, so serial brief sessions became a common method of treatment. The presented findings indicate a high need for a national network of specialised parent-infant programmes in Germany.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2401
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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