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Titel: Sozialtherapie bei Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens - Ergebnisse und Katamnesen
Sonstige Titel: Social Therapy with Conduct-disordered Adolescents – Results and Catamnestic Data
Autor(en): Hirschberg, Wolfgang
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: Berichtet wird über Ergebnisse der Arbeit mit dem Konzept der Sozialtherapeutischen Station, das speziell für Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens entwickelt wurde. Während der Therapie kam es bei den Jugendlichen zu ausgeprägten Einstellungsänderungen von dissozalen hin zu prosozialen Einstellungen, ferner besserte sich das Selbstkonzept eigener Fähigkeiten, die internale Kontrollüberzeugung nahm zu, die externale Kontrollüberzeugung nahm ab. Hingegen kam es nicht zu einer ausgeprägten Abnahme aggressiver Verhaltensweisen. Im ersten Jahr nach der Entlassung zeigten jeweils etwa zwei Drittel der früheren Patienten ein weitgehend unauffälliges Sozialverhalten im Wohn- und Schul-/Arbeitsbereich. Eine Zunahme der Über-Ich-Stärke und eine Besserung des Selbstkonzepts eigener Fähigkeiten während der Therapie waren mit Stabilität im Sozialverhalten nach der Entlassung assoziiert. Hingegen war eine Abnahme aggressiver Verhaltensweisen während der Therapie mit Instabilität im Sozialverhalten nach der Therapie assoziiert. Aus den Ergebnissen der Studie kann abgeleitet werden, daß mit dem Konzept der Sozialtherapeutischen Station Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens erfolgreich behandelt werden können, wobei es offenbar erfolgversprechender ist, die kognitiven Einstellungen der Jugendlichen zu verändern als an ihrem offenen Verhalten anzusetzen.
The therapy program of the social therapeutical ward (STW) at the Pfalzinstitut for child and adolescent psychiatry was specially developed for adolescents with severe conduct disorders. Each adolescent receives a treatment program (e.g. role playing, group therapy, behavioral contracts) according to his individual problem behaviors. Essential part of the therapy program is the therapeutic milieu on the ward. Since the opening in 1990, 71 adolescents were treated more than 8 weeks at the STW. Each adolescent completed after admission and before discharge a personality questionnaire (HSPQ). The aggressive behavior during the first weeks after admission and the last 4 weeks before discharge respectively was rated by staff members on the overt aggression scale (OAS). 1 year posttreatment the behavior of these adolescents at home and at school/at work was assessed. 1 year follow-up data indicate that about 2/3 of the former patients showed no severe behavior problems at home and at school/at work respectively. Positive outcome was associated with changes from dissocial to prosocial attitudes, as measured by the HSPQ. Decrease in aggressive behavior during therapy, according to the OAS, was - contrary to expectations - associated with an increase in behavior problems after discharge. Obviously it is more promising to change the attitudes of conduct disordered adolescents in the prosocial direction than to change their overt aggressive behavior.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2407
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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