Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2427
Titel: Sexuelle Gewalt in der Lebenswirklichkeit von Mädchen und Frauen mit geistiger Behinderung - Ergebnisse eines Forschungsprojekts
Sonstige Titel: Sexualised Violence in the Life World of Girls and Women with a Mental Handicap – Results of a Research Project
Autor(en): Klein, Susanne
Wawrok, Silke
Fegert, Jörg M.
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: Gegenstand der Studie ist die Situation 12-25jähriger Berliner Mädchen und Frauen mit geistiger Behinderung, die sexualisierte Gewalt erfahren haben. Befragt wurden 367 Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe in Berlin sowie 15 ausgewählte Anlauf- und Beratungsstellen, die u. a. Angebote zur Problematik der sexuellen Gewalt ma- chen. Der Rücklauf bei den Wohneinrichtungen betrug 68,7%. Die erfragten Stamm- daten geben erstmals Aufschluß über die Geschlechtszugehörigkeit der Bewohner/-in- nen. In 31 Einrichtungen wurde die für die Studie relevante Personengruppe - insgesamt 147 Mädchen und junge Frauen - betreut. Über 116 dieser Bewohnerinnen gaben die Einrichtungsleiter/-innen Auskunft. Jede dritte bis vierte Bewohnerin (32 von 116) war von sexualisierter Gewalt betroffen. Diesem hohen Ausmaß sexualisierter Gewalterfahrungen geistig behinderter Bewohnerinnen steht eine äußerst unzurei- chende psychosoziale Versorgungslage gegenüber. Zum einen ist die Zugänglichkeit der befragten Anlauf- und Beratungsstellen für dieses Klientel erheblich einge- schränkt. Außerdem greifen Leiter/-innen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe eher auf Fachkräfte zurück, die medizinisch-psychiatrische Kenntnisse, aber nicht unbe- dingt Kenntnisse im Umgang mit der Problematik der sexuellen Gewalt haben. Vor- schläge für die notwendige Verbesserung der Versorgungslage betroffener Mädchen und Frauen mit geistiger Behinderung werden gemacht.
Subject of the study is the situation of 12- to 25-year-old girls and women from Berlin with a mental handicap who have experienced sexualised violence. 367 residential institutions of the Behindertenhilfe Berlin (aid for the handicapped) as well as 15 selected advice and con- sultancy facilities with amongst others a range of offers on problems of sexual violence. The return from the residencies was 68,7%. The gained individual data for the first time show the belonging to a sex for the residents. The group that was relevant for the study - altogether 147 girls and young women - was cared for in 31 institutions. The heads of the institutions provided information about more than 116 of these inhabitants. Every third to fourth resident (32 out of 116) was concerned by sexualised violence. This high extend of experience of sexualised violence in mentally handicapped female residents is directly opposed to an utterly insufficient psychosocial care situation. On one side the access to the questioned advice and consultancy centres is considerably limited for this clientele. Furthermore, heads of institutions of the Behindertenhilfe rather fall back on experts with medical-psychiatric knowledge, but not necessarily with knowledge of the handling of problems of sexual violence. Suggestions for the necessary improvement of the care situation of concerned girls and women with a mental handicap are being made.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2427
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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