Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2441
Titel: Institutioneller Umgang mit sexuellem Mißbrauch: Erfahrungen, Bewertungen und Wünsche nicht-mißbrauchender Eltern sexuell mißbrauchter Kinder
Sonstige Titel: Professional Approach in the Management of Sexual Abuse in Children and Adole-scents: Experiences of Parents of Sexual Abused Children and their Evaluation ofProfessional Approach
Autor(en): Klopfer, Uta
Berger, Christina
Lennertz, Ilka
Breuer, Blanka
Deget, Felicitas
Wolke, Angelika
Fegert, Jörg M.
Lehmkuhl, Gerd
Lehmkuhl, Ulrike
Lüderitz, Alexander
Walter, Michael
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: Im vorliegenden Beitrag werden Erfahrungen und Bewertungen des institutionellen Umgangs mit dem Problem des sexuellen Mißbrauchs aus Sicht von Eltern sexuell mißbrauchter Kinder beschrieben. Es werden Ergebnisse eines interdisziplinären For- schungsprojekts der VW-Stiftung "Sexueller Mißbrauch von Kindern und Jugendli- chen: Individuelle und institutionelle Reaktionen" dargestellt. Anzahl der aufgesuch- ten Institutionen, konkreten Erfahrungen mit kontaktierten Instiutionen und daraus resultierende Forderungen der Eltern werden beschrieben. Die Ergebnisse basieren auf Daten von 47 Mädchen (82,5%) und 10 Jungen (17,5%) im Alter von 6-18 Jahren sowie Interviews mit deren nichtmißbrauchenden Eltern. 28 Kinder (49,1%) wurden intrafamiliär mißbraucht, 29 Kinder (50,9%) extrafamiliär. Es zeigte sich, daß 70,2% der Kinder innerhalb der Aufdeckungsphase bereits vier oder mehr unterschiedliche Institutionen kontaktiert hatten. Institutionen der psycho- sozialen Versorgung waren häufiger erste Kontaktstellen bei innerfamiliärem Miß- brauch, während bei extrafamiliärem Mißbrauch zunächst Strafverfolgungsbehörden aufgesucht wurden. Dennoch wurden in einem Großteil der Fälle sowohl gerichtliche als auch außergerichtliche Maßnahmen ergriffen. Neben konkreten Hilfsangeboten und Sachkompetenz erlebten die betroffenen Eltern insbesondere die emotionale Zu- gewandtheit der Experten als Qualitätsmerkmal. Im Gesamtbild liefert die Einbezie- hung der Nutzerperspektive wertvolle Hinweise darauf, welche Aspekte für eine Qua- litätsicherung im Sinne einer "consumer satisfaction" beachtet werden sollten.
This article describes experiences of parents of sexual abused children and their evaluations of institutional interventions on sexual child abuse. Results are presented of a study investigating "individual and institutional reactions on sexual child abuse". The number of contacted institutions, personel experiences with these institutions and resulting requirements are described. The results are based on a sample of 47 (82,5%) girls and 10 (17,5%) boys (range 6-18 years) and interviews with their 'non-abusing' parents. 28 (49,1%) of these children were abused by a member of the family, 29 (50.9%) children by non-familiar persons. It could be shown that 70,2% of the children had contacted four or more different institutions soon after the sexual abuse had been revealed. In cases of sexual abuse by a family member the first contacted institution was the Youth-and-Health-Care-System whereas in cases of sexual abuse by non-familiar persons mostly the police was contacted. Nevertheless in most cases both judical and supporting approach were chosen. Additionally to concrete advices and professional competences the interviewed parents reported that emotional warmth was a very helpful aspect of the professional intervention. Generally the perspective of the parents seems to give some interesting informations about "consumer satisfaction".
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2441
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
48.19999_1_41891.pdf_new.pdf448,27 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.