Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/245
Titel: "Also, dieses System, was das aufgebaut wurde, aus dem rauszukommen. Wirklich rauszukommen!" Eine qualitative Interviewstudie mit erwachsenen Töchtern von suchtkranken Müttern
Autor(en): Matzer, Svenja
Erscheinungsdatum: 1999
Zusammenfassung: Das Thema Kinder von Suchtkranken ist in den Sozialwissenschaften und der Medizin bereits sehr genau untersucht worden. Es gibt eine Vielzahl an Literatur zu diesem Thema und es entstehen immer mehr Einrichtungen, die sich speziell mit solchen Kindern beschäftigen. Ebenso wurden die Folgen des Drogenkonsums für das spätere Leben der Kinder untersucht. In diesem Zusammenhang spricht man von Erwachsenen Kindern von Suchtkranken. Doch wenn man näher hinschaut, wird man seltener die Begriffe suchtkranke Mütter und ihre Töchter, suchtkranke Väter und ihre Söhne finden, sondern eben nur suchtkranke Eltern und ihre Kinder. Bei dieser Arbeit geht es darum, genauer hinzuschauen und zu untersuchen, was es denn nun ganz konkret für erwachsene Töchter bedeutet, eine suchtkranke Mutter zu haben. Zu diesem Zweck habe ich sechs Interviews mit Frauen geführt, deren Mütter von Alkohol und/oder Tabletten abhängig gewesen sind. Darüber hinaus versucht diese Arbeit, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie die Töchter sich von dem suchtkranken Familiensystem, in dem sie groß geworden sind, lösen können. Dies hat sich nach der Auswertung der Interviews als ein zentraler Aspekt für die Frauen herausgestellt und hat gleichzeitig eine Bedeutung für die soziale Arbeit mit Kindern von Suchtkranken. Die vorliegende Arbeit basiert nicht ausschließlich auf theoretischen Kenntnissen, sondern legt ihren Schwerpunkt vielmehr auf die individuellen und authentischen Erfahrungen der interviewten Frauen. Sie erfüllt nicht den Maßstab einer repräsentativen Studie, sondern diese Arbeit gibt unterschiedliche Einblicke in die Lebenswelt und die Sozialisation von Töchtern von suchtkranken Müttern. Die Arbeit ist in drei Teile aufgegliedert: Der erste Teil stellt zur besseren Übersichtlichkeit die von mir befragten Frauen vor. Darüber hinaus wird die Methode der qualitativen Forschung in der Theorie dargestellt und es wird die Vorbereitung und Durchführung der Interviews erklärt, die im Zusammenhang mit dieser Arbeit geführt worden sind. Im Anschluß daran kommt eine Darstellung der relevanten Theorie, die Voraussetzung ist für das tiefere Verständnis der Ergebnisse der Interviews. Die theoretischen Themen sind die "Sozialisation von Mädchen" sowie die "Beziehung zwischen Mutter und Tochter". Diese behandeln die Geschlechtsspezifik, die dem Thema der Arbeit zugrunde liegt. Des weiteren werden die Themen "Sucht aus systemischer Sicht" und "Kinder von Suchtkranken" dargestellt. Der dritte Teil basiert auf den geführten Interviews. Die Sozialisation und die Biographie der Töchter werden anhand von Einzelauswertungen veranschaulicht. Diese Arbeit enthält nicht die Interviews in ihrer gesamten Länge. Daher bedarf es der individuellen Auswertung, um die Bedingungen und Erfahrungen, die in dem Lebenslauf der Frau eine bedeutsame und prägende Rolle gespielt haben, verstehen zu können. Nach den Einzelauswertungen sind die einzelnen Themen und Bereiche aus den Interviews zu einer Querauswertung zusammengefaßt. Bei dieser Analyse wird besonders auf das Aufwachsen der Töchter im suchtkranke Familiensystem geblickt, sowie auf die besonderen Umstände der Beziehung zur suchtkranken Mutter. Anschließend werden die unterschiedlichen Bewältigungsstrategien der Töchter herausgearbeitet. Am Ende dieses Kapitels wird die heutige Lebensituation der Töchter beleuchtet. Es wird herausgearbeitet, was es konkret bedeutet, Tochter einer suchtkranken Mutter zu sein.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/245
Enthalten in den Sammlungen:Kompetenzplattform Suchtforschung an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen
PsyDok

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