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Titel: Trennungsangst und Agoraphobie bei Achtjährigen
Sonstige Titel: Separation anxiety and agoraphobia in eight-year-olds
Autor(en): Federer, Matthias
Herrle, Johannes
Margraf, Jürgen
Schneider, Silvia
Erscheinungsdatum: 2000
Zusammenfassung: Im Zusammenhang mit der Panikstörung wird in der Literatur die Trennungsangsthypo- these diskutiert, welche die Störung mit Trennungsangst als Vorläufer der Panikstörung auffaßt. Die Dresdner Kinder-Angst-Studie (DKAS) untersuchte in einer repräsentativen Stichprobe, ob schon bei Achtjährigen agoraphobische und trennungsängstliche Sym- ptome gehäuft gemeinsam auftreten. Es wurden 826 Kinder gescreent. Mit 230 der Kin- der fand eine diagnostische Einzeluntersuchung statt. Bei einer Gesamtprävalenz für Angststörungen von 9,5% wurde eine Prävalenz von 2,8% für Trennungsangst ermittelt, an einer Spezifischen Phobie in agoraphobischen Situationen litten 2,5% der Kinder (fast ausschließlich Mädchen). Trennungsängstlichkeit, soziale Ängstlichkeit, agoraphobische Ängstlichkeit und panische Ängstlichkeit wurden auch dimensional erfaßt. Es zeigte sich kein spezifisches Komorbiditätsmuster in der Art, daß Trennungsangst häufiger gepaart mit agoraphobischen Ängsten auftreten würde. Das Symptomprofil der Kinder mit Tren- nungsangst unterscheidet sich deutlich vom Symptomprofil der Kinder mit agoraphobi- schen Ängsten. Kinder, welche in einer aktuellen Trennungssituation leben, leiden nicht häufiger an Trennungsangst oder Agoraphobie als andere Kinder.
In the literature on the aetiology of panic disorder, the separation-anxiety-hypothesis is dis- cussed, in which separation anxiety disorder is conceived as a precursor of panic disorder. Using the representative sample of the Dresden Child Anxiety Study (DKAS) we examined weather agoraphobic and separation anxiety symptoms do already co-occur systematically in eight-year-olds. After N=826 children had been screened, N=230 took part in an individual diagnostic interview. With a total prevalence of 9,5% for all anxiety disorders, the prevalence rate for separation anxiety amounted to 2,8%. Another 2,5% of the children (almost exclusively girls) received a diagnosis of specific phobia in agoraphobic situations. Separation anxiety, social anxiety, agoraphobic anxiety and panic anxiety were assessed on a dimensional level, as well. However, no specific pattern of co-morbidity could be found in terms of an increased frequency of agoraphobic fears and separation anxiety occurring simultaneously. The symptom profiles of children with separation anxiety and those with agoraphobic anxieties differed considerably. Children currently living in a separation situation do not exhibit separation anxiety or agoraphobia more frequently than the rest of the children.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2463
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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