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Titel: Unterschiede in der sprachlichen Repräsentation von 10- bis 14jährigen Jungen geschiedener und nicht geschiedener Eltern
Sonstige Titel: Differences in the linguistic representation of relationships of 10- to 14 years oldboys from divorced and non-divorced families
Autor(en): Böhm, Birgit
Grossmann, Klaus E.
Erscheinungsdatum: 2000
Zusammenfassung: Achtundzwanzig 10- bis 14jährige Jungen, deren Eltern circa zwei Jahre zuvor geschieden wurden, wurden mit sechsundzwanzig 10- bis 14jährigen Jungen, deren Eltern nicht geschieden waren, mit Hilfe eines Interviews zu bindungsbezogenen Themen und Alltagssituationen sowie des California Child Q-Sort (CCQ) verglichen. Das Interview wurde hinsichtlich sprachlicher Kohärenz, Umgang mit emotionaler Belastung und Reflexivität der Jungen, unterstützender Repräsentation der Eltern, verbaler und nonverbaler Gefühlsoffenheit und des sozialen Netzes ausgewertet. Die Jungen der Scheidungsgruppe sprachen kaum beziehungsorientiert, gingen schlechter mit emotionalen Belastungen um und dachten weniger über das eigene Denken und das ihrer Mitmenschen nach. Sie fühlten sich von beiden Eltern unzureichend unterstützt und waren nicht gefühlsoffen. Sie erlebten sich als abhängig von ihrer Umgebung und waren weniger anpassungsfähig an neue Situationen als die Jungen der Kontrollgruppe. Wir vermuten bei diesen Jungen eine unsichere (mentale) Bindungsrepräsentation als Folge der mit elterlicher Scheidung verbundenen Erfahrungen (Tab. 1). Streit und Trennung im Zusammenhang mit Scheidung beeinträchtigt deutlich den mentalen Zustand der heranwachsenden Jungen. Eine Minderheit von Jungen geschiedener Eltern zeigte sichere mentale Bindungsrepräsentationen, die der Mehrheit der Kontrollgruppe vergleichbar war. Die Tabellen 2-5 zeigen die wesentlichen Unterschiede zwischen Jungen mit sicheren und mit unsicheren mentalen Repräsentationen unabhängig von der Scheidung ihrer Eltern.
Twentyeight 10- to 14years old boys from divorced families (separation of the parents was two years before the investigation) were compared with 26 10- to 14years old boys from twoparent families on the basis of interviews about attachment related themes and daily situations, and by means of the California Child Q-Sort (CCQ). The interviews were analyzed with regard to coherence of language, emotional problems, reflectivity, supportive representation of their parents, verbal and nonverbal emotional openness and social network, as well as for personality variables. The boys of the divorced group did barely talk about relations, had problems in coping with emotional stress, and were less reflective about themselves and others. They felt insufficiently supported by their parents and did not show their emotions openly. They talked about themselves as dependent from their social environment and as less adaptive to new situations. These indications suggest an insecure attachment representation predominantly as a result of the parents´ behavior leading to divorce (Table 1). The results show that separations and family disruptions, as a group effect, strongly affect pre-adolescent boys' state of mind. A minority of boys from the parental divorce group, however, show secure mental representations, comparable to a majority in the control group. Tables 2-5 show, independent of parental divorce, the major differences between boys with secure and boys with insecure mental representations.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2486
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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