Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2494
Titel: Jugendliche mit Grenzenstörungen - Selbst-und fremddestruktives Verhalten in stationärer Psychotherapie
Sonstige Titel: Adolescents with boundary disorders – destructive behavior against oneself andothers in in-patient psychotherapy
Autor(en): Streeck-Fischer, Annette
Erscheinungsdatum: 2000
Zusammenfassung: Ausgeprägtes selbst- und fremddestruktives Verhalten von Jugendlichen mit Grenzenstörungen tritt häufig als eine Form der Verarbeitung traumatischer Belastungen in der Entwicklung auf. Solche und andere "gehandelten Botschaften", die als adoleszenzspezifische Mitteilungsform und Folge einer traumatisch bedingter Unfähigkeit, sich sprachlich mitzuteilen, beschrieben werden, bestimmen den Alltag und die Therapie dieser Jugendlichen. Die beeinträchtigte Informationsaufnahme und -verarbeitung, die sich u.a. in gestörten Gedächnisfunktionen, in Einschränkungen in der Selbstregulation, der sensorischen Modalitäten und der sprachlichen Fähigkeiten zeigen, werden mit primären Reaktionsweisen wie flight/fight und Erstarrung in Verbindung gebracht, die Entwicklungsblockaden erklären. Die Behandlung von komplex traumatisierten Jugendlichen stellt besondere Herausforderungen an die Gestaltung und Organisation stationärer Psychotherapie. Verschiedene aufeinanderfolgende therapeutische Schritte werden beschrieben; wie erstes das Erkennen und Überwinden von traumatischen Reinszenierungen, zweitens die Entwicklung und Bereitstellung von sicheren Orten, drittens der Auf- und Ausbau von Kompetenzen und viertens die Entwicklung von Spiel- und Symbolisierungsfähgikeit. Es sind Schritte, die eine Voraussetzung für die Bearbeitung traumatischer Erfahrungen darstellen.
Severe destructive behavior against themselves and others by adolescents with boundary disorders often occurs during their development as a form of coping with traumatic stress. These and other non-verbal "acted-out messages" are described as forms of communication typical of adolescents who, as a consequence of trauma, are unable to express themselves using language. Such behavior determines the everyday life and the therapy of these adolescents. Their impaired information perception and processing causes - among other problems - deficits in memory functions, poor self-regulation, sensory modalities and language abilities, and primary responses such as flight/fight and freezing reactions, all of which contribute towards arrested development. The treatment of complexly traumatized adolescents poses special challenges in arranging and organizing in-patient psychotherapy. Different therapeutic steps are described, such as first recognizing and overcoming traumatizing reenactments, second, developing and providing safe places, third, building up and extending competencies, and fourth, developing playing and symbolizing abilities. These steps are necessary for coping with traumatizing experiences.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2494
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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