Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2495
Titel: Bindungstheorie als Grundlage zum Verständnis psychopathologischer Entwicklung und zur stationären Behandlung
Sonstige Titel: Attachment as the basis of psychopathological development and residental treatment
Autor(en): Cohen, Yecheskiel
Erscheinungsdatum: 2000
Zusammenfassung: Bisher scheint es eine ungelöste Frage zu sein, ob Bindungsverhalten ein angeborener Faktor oder ein Ergebnis primärer sozialer Beziehungen ist. Auf der Grundlage der Untersuchungen Bowlbys wie auch Emdes führt der Autor aus, daß Bindung ein angeborener Entwicklungsfaktor ist, der eine äußere Einwirkung, nämlich die elterliche Fürsorge benötigt, um sich zu entfalten und zu entwickeln. Die beiden hier dargestellten Fälle zeigen sowohl ein ähnliches Bild von Beziehungslosigkeit wie auch entscheidende Unterschiede. Im ersten Fall hat das Kind seine angeborene Fähigkeit zu und seinen inneren Drang nach sozialer Bindung aufgrund von schwerster Vernachlässigung, vor allem Verlassensein, während der frühen Kindheit verloren. Im zweiten Fall zeigt das Kind eine deutliche Fähigkeit zu Bindung, diese Fähigkeit hat sich jedoch aufgrund von schädigender Versorgung zu gestörten Bindungsmustern entwickelt. Es wird die These aufgestellt, daß in beiden Fällen nur eine umfassende Behandlung, die auf gewisse Weise von der Realität losgelöst ist, die angeborene Bindungsfähigkeit des ersten Kindes "wiederentzünden" kann und das zweite Kind zu einem unbeeinträchtigten Bindungsverhalten führen kann.
There seems to be an as yet unresolved question as to whether attachment behavior is an innate factor or whether it is an outcome of primary social relations. On the basis of Bowlby's researches as well as on Emde's, the author argues that attachment is an innate developmental factor that needs external impact, meaning parental care, to evolve and develop. The two cases presented here reflect similar expressions of alienation and detachment as well as essentail differences. In the first case, the child has lost his innate ability and urge for social attachment due to serverely defective care during early infancy, mainly desertion. In the second case, the child expresses clear attachment ability, yet, due to the deviant care, this ability has developed into disturbed attachment patterns. In both cases, it is claimed that only com prehensive treatment, which is in a way removed from reality, may "rekindle" the innate attachment ability of the first child and lead the second child unimpaired attachment behavior.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2495
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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