Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2501
Titel: Beratung von Familien mit zwei- bis dreijährigen Kindern
Sonstige Titel: Counselling with 2 to 3s and their families
Autor(en): Cierpka, Manfred
Cierpka, Astrid
Erscheinungsdatum: 2000
Zusammenfassung: In dieser Arbeit stellen wir die Beratungspraxis von Eltern mit 2-3jährigen vor. Anlaß für die Vorstellung in unserer Sprechstunde sind meist Bindungs- und Verhaltensstö- rungen der Kinder. Entweder handelt es sich um Kleinkinder, die sich wegen starker Trennungsängste an die Mutter klammern und fremde Situationen meiden, oder um Kinder, die durch ihr oppositionelles Verhalten mit den Eltern in heftige Konflikte geraten. Grundlage für unser diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bietet ein Modell der Beziehungstörungen im Eltern-Kind-System, das auf die Dimensionen Verbundenheit/Intimität und Autonomie/Abgrenzung konzentriert ist. Diese beiden Dimensionen sind wie die zwei Waagschalen einer Waage zu begreifen, auf die die Eltern mit ihren unbewußten und bewußten Erwartungen und Projektionen Lasten packen und so das Gleichgewicht beeinflussen. Eltern können aufgrund eigener Erfahrungen die Verbundenheit oder die Autonomie unangemessen stark oder unangemessen früh fördern oder behindern. Die Typologie der Beziehungsstörungen wird dargestellt, mit Hilfe von Fallbeispielen wird das diagnostische und therapeutische Vorgehen illustriert.
In this paper, we present the counselling practice in parents with two-or three-year-old children. In most of the cases, the presented children are suffering from seperation anxiety or behavioral disturbances. It is either a problem of infants who cling to their mothers and who avoid unfamiliar situations or of children who come into conflicts with their parents because of their oppositional behavior. The basis for our diagnostic and therapeutic procedure is a model of the relationship disturbances in the parents-child-system which is concentrated on the dimensions attachment/intimacy and autonomy/differentiation. These two dimensions are to be understood as a pair of scales loaded by the parents with burdens of conscious and unconscious expectations and projections, thus influencing the balance of the two dimensions. Based on their own experiences parents may encourage or hinder attachment or autonomy in a manner which is inadecuateley stressing or too early. We present the typology of relationship disturbances and illustrate the diagnostic and therapeutic procedure by case examples.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2501
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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